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Unsere Wochenanalyse

Intensivpatienten, Impffortschritt, Impfdurchbrüche: So ist die Lage in der Region

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Nach einer kurzen Beruhigung der Lage ziehen die Infektionszahlen neuerdings wieder an - wirkt sich das schon auf die Lage in den Krankenhäusern der Region aus? Welche Fortschritte machen wir beim Impfen? Und wie viele werden krank und müssen in die Klinik, obwohl sie einen Impfschutz haben? Wir haben die Zahlen aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf.

Landkreise - Die Corona-Ampel für den Freistaat Bayern leuchtet weiterhin beruhigend grün - neue Beschränkungen drohen also derzeit nicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den hospitalisierten Fällen liegt bei 266. Etwas höher als vergangene Woche, aber weit weg von der Grenzmarke 1200. Bayernweit gibt es momentan 259 Corona-Intensivpatienten, zehn weniger als vor einer Woche. Hier würde die Ampel erst bei 600 die Farbe wechseln. So gesehen scheint die Lage derzeit entspannt, trotz steigender Infiziertenzahlen in den jüngsten Tagen.

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 01. Oktober 2021).

Mehr Corona-Intensivpatienten in Altötting, Mühldorf und dem BGL

Die Lage auf den Intensivstationen entwickelt sich in unserer Region, den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf aber unterschiedlich. Während in Stadt und Landkreis Rosenheim die Zahl der Corona-Intensivpatienten weiter sinkt, steigt sie in Altötting, Mühldorf und im Berchtesgadener Land auf aktuell drei. Im Kreis Traunstein zählt man aktuell vier Corona-Intensivpatienten. Die Auslastung der Intensivbetten-Kapazitäten bleibt angespannt, nur knapp 13 Prozent der Betten sind frei. Großteils sind sie mit Nicht-Corona-Patienten belegt.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf in der Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate.

Altötting beim Impfen jetzt fast auf bayernweitem Schnitt

Auch der Impffortschritt in der Region ist recht unterschiedlich. Alle Landkreise hinken dem deutschen bzw. bayerischen Impfniveau hinterher. Der Landkreis Altötting hat inzwischen aber fast zum bayerischen Durchschnitt aufgeschlossen und liegt bei 61,5 Prozent Zweitimpfungen. Knapp dahinter folgt der Landkreis Mühldorf. In Rosenheim haben 54,4 Prozent der Bevölkerung bereits den vollen Impfschutz, in Traunstein 53,4 Prozent und im Berchtesgadener Land 52,8 Prozent. Der Vergleich zur Vorwoche passt dabei ins Bild: Im Landkreis Altötting hat man den größten Schritt gemacht (+0,8 Prozent), im Berchtesgadener Land den kleinsten (+0,4 Prozent).

Zweitimpfungen in Prozent, Stand 1. Oktober: Vergleich der heimischen Landkreise mit Bayern und Deutschland.

Wie viele Corona-Patienten eigentlich schon geimpft sind

Wie viele Personen erkranken mit Covid-19 bzw. müssen deshalb gar ins Krankenhaus, obwohl sie geimpft sind? Etwa ein Viertel der Corona-Patienten in den heimischen Krankenhäusern ist eigentlich bereits geimpft. Nur im Berchtesgadener Land ist der Anteil mit 13 Prozent niedriger. Auf den Intensivstationen ist das Verhältnis freilich ein anderes: Im InnKlinikum-Altötting/Mühldorf waren zwei der 15 Intensivpatienten seit Anfang August geimpft, im Landkreis Traunstein ist keiner der Corona-Intensivpatienten geimpft. Bei den Neuinfizierten im Landkreis Mühldorf waren zuletzt 21 Prozent bereits geimpft.

Welche Rolle spielen jetzt Schulen und Kitas?

Während Reiserückkehrer inzwischen kaum noch zum Infektionsgeschehen beitragen, verschärft sich - zumindest im Landkreis Rosenheim - wieder die Lage an den Schulen: 106 Corona-Fälle wurden zuletzt in Schulen in Stadt und Kreis Rosenheim bekannt und elf Fälle dort in Kitas und Kindergärten. Auch im Landkreis Traunstein sitzt eine ganze Schulklasse wieder in Quarantäne. Im Landkreis Mühldorf gehen derzeit fünf Prozent der neuen Corona-Fälle auf den Bereich Kita/Schule zurück, neun aufs berufliche Umfeld und knapp die Hälfte aufs private Umfeld. Der Ausblick des Rosenheimer Gesundheitsamtleiters Wolfgang Hierl: „Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, es werden sich alle Personen, die nicht geimpft sind oder die Infektion nicht schon durchgemacht haben, an dem Virus anstecken.“

xe

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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