Impfpflicht aufgehoben, aber Streit geht weiter

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Altötting - Obwohl die Impfpflicht gegen Blauzungenkrankheit bei Rindern zum 1. Januar 2010 aufgehoben worden ist, geht der Streit zwischen den Gegnern der Impfung und dem Veterinäramt am Landratsamt weiter.

Biobauer Andreas Remmelberger aus Burgkirchen ist verärgert. Am 3. November erging die Information zur Aufhebung der Impfpflicht vom Gesundheitsministerium an die Landratsämter. In diesem Schreiben werde laut Alt-Neuöttinger Anzeiger den Landratsämtern nahegelegt, "nach den Grundsatz des mildernden Gesetzes, die offenen Bußgeld-Verfahren zu Gunsten der Bauern zu beenden." „Trotz dieses Schreibens hat Landrat Schneider an die Bauern im Landkreis Altötting in der Adventszeit über 60 neue Bußgeldbescheide oder Anhörungsbögen für Bußgeldverfahren versandt. Auch die bereits verhängten Zwangsgeldbescheide wurden bis jetzt vom Landrat nicht aufgehoben“, so Remmelberger im Anzeiger. Schneiders Kollegen hätten schon lange darauf verzichtet, die Bauern, die nicht impfen, zu verfolgen.

Pressesrecher Klaus Zielinski vom Landratsamt erklärt, dass die Infektion mit dem Blauzungenvirus durch die Pflichtimpfung deutlich eingedämmt werden konnte. Laut Zielinski seien auch nicht 60 Bußgeldbescheide, sondern nur 15 verhängt worden.

Rubriklistenbild: © ovb-online

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