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Alarmrotte der Bundeswehr steigt über der Region auf

„Massives Gerät“ über Neuötting: Eurofighter und zweites „Flugobjekt“ sorgen für Aufsehen

Eurofighter über den Wolken
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Eurofighter über Neuötting: Piloten helfen zivilem Flugzeug

Am Mittwochvormittag (26. Oktober) auf dem Neuöttinger Stadtplatz richteten sich plötzlich viele Blicke in Richtung Himmel. In diesem Moment war ein höllisch lautes Geräusch zu vernehmen. Am Horizont war ein Eurofighter zu sehen - und ein einmotoriges Flugzeug, das mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Neuötting – Im Zeitraum zwischen 10.30 und 11 Uhr staunten viele Anwohner und Menschen, die sich gerade im Bereich des Neuöttinger Stadtplatz aufhielten, nicht schlecht. „Es sah so als, als würde ein Düsenjet ein anderes Flugobjekt abfangen“, erklärte ein Leser gegenüber innsalzach24.de. Ein anderer User sprach von einer „Begleitung oder Identifizierung“ des Fliegers, auch von einem „massiven Gerät am Himmel“ war die Rede. Die Aufregung jedenfalls war groß. Auch die Polizeiinspektion Altötting konnte auf Anfrage erklärlicherweise keine entsprechende Antwort liefern.

Eurofighter über Neuötting

Bei dem beobachteten Schauspiel am Himmel handelte es sich um ein „Luftfahrzeug der Bundeswehr vom Typ Eurofighter und einem zivilen Flugzeug“, klärte eine Sprecherin des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Nachfrage von innsalzach24.de auf. Demnach hatte das „einmotorige Flugzeug“, als solches konnte es ein Beobachter identifizieren, mit Funkproblemen zu kämpfen. „Dabei überflogen die beiden Luftfahrzeuge parallel von Südwest nach Nordost, in einer Höhe von 4877 Fuß (etwa 1520 Meter) über Grund den Bereich um Neuötting“, so die Ausführungen der Sprecherin. Nach kurzer Unterstützung durch den Eurofighter habe das zivile Flugzeug allerdings seinen Flug fortsetzten können.

Der Einsatz wurde von der Alarmrotte durchgeführt.

QRAQuick Reaction Alert (I) – Quick Reaction Alert (Interceptor) – die Alarmrotte

Eine Alarmrotte ist eine Rotte von zwei oder drei Jagdflugzeugen oder Abfangjägern, die das ganze Jahr rund um die Uhr zum Start in der kürzestmöglichen Zeit bereitsteht, um die Unversehrtheit der Lufthoheit eines Staates in dessen Staatsgebiet zu wahren - dazu ist die Alarmrotte auch bewaffnet.

Für die Sicherheit im Luftraum stehen in Deutschland grundsätzlich zwei Alarmrotten bereit: im Norden in Wittmund und im Süden in Neuburg an der Donau. Alternativstandorte der Alarmrotte befinden sich in Nörvenich bei Köln und in Laage bei Rostock.

Die nördliche Alarmrotte startet momentan aufgrund von Baumaßnahmen am Standort Wittmund vom Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ aus. Die Alarmrotte, auch QRAQuick Reaction Alert genannt, untersteht der NATO. Bei nationalen Einsätzen geht die Führung der Alarmrotte zeitweise an das (NLFZ SiLuRa) über.

Ungefähr ein bis zwei Mal pro Monat steigt die deutsche Alarmrotte (QRAQuick Reaction Alert) auf, weil der Funkkontakt zu zivilen Flugzeugen fehlt. Ein solcher Fall wird dann als COMLOSS bezeichnet – also der Verlust jeglicher Kommunikation mit dem Flugzeug, wie das Bundeswehr auf seiner Homepage mitteilt.

Was also täglich unzählige Male gut geht, geht auch ab und zu mal schief. Wenn die Funkverbindung mit einem neuen Sektor nicht zustande kommt, versucht der Lotse vergeblich, die Maschine zu erreichen. Spätestens nach fünf Minuten, wenn alle Möglichkeiten der Kontaktaufnahme vom Boden aus erfolglos waren, übergibt der Wachleiter des betreffenden Kontrollzentrums an das Nationale Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa). Ziel ist es dann, die Situation im Luftraum vor Ort aufzuklären.

mz

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