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Aktuelle Analyse und Langzeitvergleich

Endlich sinken Altöttinger Corona-Zahlen - trotzdem Ort mit fast sechs Prozent Infizierten

Nach langer Zeit sinken die Corona-Zahlen auch im Landkreis Altötting deutlich - manche Kommunen kommen von ihrem hohen Sockel mit Inzidenzen über 2000 aber immer noch nicht herunter.

Landkreis Altötting - Während die Nachbarlandkreise schon deutlich früher ihre Corona-Neuinfektionen senken konnten, lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting noch bis vor kurzem deutlich höher. Jetzt ist der Wert aber auch hier abgestürzt und nähert sich der 1000. Das Landratsamt vermeldete am Mittwoch (13. April) noch 3147 „aktiv“ mit dem Coronavirus Infizierte - mehr als 1100 weniger als noch in der Vorwoche. In den einzelnen Kommunen im Landkreis stellt sich die Lage aber noch sehr unterschiedlich dar.

Noch immer 5,7 Prozent Infizierte in Perach

Beispiel Perach: Dort gelten noch immer rund 5,7 Prozent aller Einwohner momentan als infiziert - der höchste Wert aller Kommunen im Kreis Altötting. 73 „aktive“ Fälle werden aus Perach momentan gemeldet. Zum Vergleich: Im Landkreis-Schnitt sind es 2,8 Prozent Infizierte - und in den Nachbarlandkreisen Mühldorf und Traunstein haben die „Spitzenkommunen“ nur noch Infektionsraten von 2,8 bzw. zwei Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Perach am Sonntag noch bei 2366. Auf Perach folgen Unterneukirchen mit 4,1 Prozent (135 „aktive“ Fälle) und Emmerting mit 4,04 Prozent (168 Fälle).

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 12. April

Im Vergleich zur Vorwoche können aber fast alle Orte im Landkreis Altötting sinkende Infiziertenzahlen vermelden - nur in Kastl und Winhöring geht es nochmal leicht hinauf. Besonders deutlich ist das Minus in Tyrlaching, wo es jetzt nicht mal mehr halb so viele Corona-Fälle sind, wie in der vorigen Woche, von 51 auf 22 geht es hinunter. Nach absoluten Zahlen die meisten Fälle sind es nach wie vor in Burghausen (415), Altötting (361) und Burgkirchen (304).

„Aktive“ Corona-Fälle in Burghausen, Altötting, Burgkirchen, Töging und Neuötting im Verlauf der vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 324 Todesfälle im Landkreis zu beklagen - vier mehr als vorige Woche. 25 Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit mit positivem Covid-Test in einem Krankenhaus untergebracht, einer von ihnen muss auf einer Intensivstation behandelt werden. Auch die Hospitalisiertenzahlen sind leicht rückgängig.

xe

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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