Drei Jahre KoKi: Eine Halbzeitbilanz

Altötting - Seit drei Jahren hilft die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) Familien im Landkreis. Nun konnte eine erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen werden.

Vor annähernd drei Jahren wurde der Aufbau der Koordinierenden Kinderschutzstelle für den Landkreis Altötting bewilligt. Nach der Auftaktveranstaltung am 13. Juli 2009 im Neuöttinger Stadtsaal kann eine erfolgreiche Bilanz gezogen werden.

Die Koordinierende Kinderschutzstelle unter Leitung von Waltraud Himpsl-Philibert ist vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie von der Regierung von Oberbayern gefördert und wird als „bayerischer Weg im Kinderschutz“ bezeichnet. Dabei soll flächendeckend ein Netzwerk früher Hilfen, vorwiegend für belastete Familien und Alleinerziehende mit kleinen Kindern bereitgestellt und leichter zugänglich gemacht werden.

Das Netzwerk ist überwiegend präventiv als Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger tätig. Zielgruppen sind hauptsächlich werdende Mütter, Alleinerziehende und Familien mit kleinen Kindern, die von Frau Himpsl-Philibert informiert, über vorhandene Möglichkeiten aufgeklärt und beraten werden. Werdende Mütter werden vor und nach der Geburt durch Beratung und Vermittlung von Hilfen begleitet. Familien, deren soziale und ökonomische Lebensverhältnisse auf hohe Benachteiligung und mehrere Belastungsfaktoren hinweisen und deshalb erhöhter Unterstützung bedürfen, können hier unbürokratisch Hilfe erhalten. Hierbei steht ein dichtes Netzwerk aller Einrichtungen, Dienste und weiterer fachlich kompetenter Berufsgruppen zur Verfügung. Ziel ist es, Risikosituationen frühzeitig zu erkennen, und durch schnelle, passgenaue Hilfen zeitnah entgegen zu steuern.

Außerdem bietet KoKi Unterstützung durch Familienhebammen an, damit eine gute Bindung zum Kind aufgebaut und der Umgang mit dem Kind positiv gestaltet werden kann.

Im Laufe der Vergangenheit organisierte Frau Himpsl-Philibert zudem zahlreiche Veranstaltungen, die sich alle regen Interesses erfreuten. Zu nennen wäre hier „§ 8a, Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“, „Gesundheitliche Folgen häuslicher Gewalt gegen Frauen“, „Psychische Erkrankungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern“ sowie „Reize und Gefahren einer digitalen Welt – was Eltern und Kinder wissen sollten“. Darüber hinaus fanden auf Initiative von KoKi bereits mehrere Benefizkonzerte in Zusammenarbeit mit André Gold zugunsten verschiedener Präventionsprojekte statt.

Landrat Erwin Schneider: „Ich bin froh, dass wir vor drei Jahren die Entscheidung getroffen haben, die Koordinierende Kinderschutzstelle ins Leben zu rufen. Frau Himpsl-Philibert bietet seither jungen Familien, Alleinerziehenden und werdenden Müttern wertvolle Hilfestellungen, um den oftmals nicht leichten Alltag besser bewältigen zu können.“

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © dpa

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