Drei Jahre Haft für unbelehrbaren Betrüger

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Altötting/Garching - Wegen Betrugs, Urkundenfälschung, Veruntreuung von Arbeitsentgelten und Fahren ohne Fahrerlaubnis muss ein 41-jähriger Garchinger für drei Jahre in Haft.

Der Mann meldete Versicherungen für 17 vermeintliche Mitarbeiter einer Unterneukirchener Firma an und bekam dafür die Provision in Höhe von rund 78.000 Euro. Die Mitarbeiter gab es allerdings gar nicht.

Drei Jahre und zwei Monate Gefängnis lautete das Urteil im Amtsgericht Altötting. Und die Kosten des Verfahrens trägt der Garchinger auch. 2006 war der 41-Jährige schon wegen Betrugs auf Bewährung verurteilt worden. Weil die Bewährungszeit noch läuft, fällte Richter Dieter Wüst das Urteil Gefängnis.

Das ergaunerte Geld habe er nicht für sich benötigt, betonte der Garchinger mehrfach. „Obwohl er selbst hoch verschuldet ist, habe er mit den 78.000 Euro einem Unternehmer aus Unterneukirchen helfen wollen. Er hätte ihn so als Kunden für Nachfolgeverträge gewinnen wollen, sagte der 41-Jährige aus.“ So schreibt der Alt-Neuöttinger Anzeiger.

Der besagte Unternehmer war als einziger Zeuge geladen worden, verweigerte allerdings die Aussage. Auch gegen ihn wird  jetzt wegen einer möglichen Mittäterschaft ermittelt.

Der Garchinger hat vielleicht mit einer noch höheren Strafe zu rechnen, denn während der Verhandlung kamen weitere Betrugsfälle auf, in denen aber noch ermittelt wird.

Am Schluss meinte der Mann: „Ich will eigentlich nicht mehr viel dazu sagen. Ich habe einen Riesenmist gebaut. Es tut mir unglaublich leid. Ich habe mein Leben versaut.“

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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