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Höchster Wert seit Beginn der vierten „Welle“

Corona-Zahlen im Kreis Altötting machen Satz nach oben - diese Kommunen trifft es besonders

Während die Anzahl der „aktiven“ Corona-Fälle im Landkreis Altötting in den vergangenen Wochen stabil oder gar rückläufig war, macht sie jetzt wieder einen großen Sprung: Wir haben analysiert, welche Kommunen besonders betroffen sind - und wo die Lage noch eher ruhig ist.

Landkreis Altötting - Während in den vergangenen Wochen immer etwa 200 positive Corona-Fälle aus dem Landkreis Altötting gemeldet wurden, waren es am Mittwoch (20. Oktober) plötzlich wieder 336. Im Landkreis-Schnitt sind damit derzeit 0,3 Prozent mit dem Virus infiziert - der höchste Wert seit Beginn der vierten „Welle“. Auch wenn die Kommunen im Landkreis sehr unterschiedlich vom neuerlichen Anstieg betroffen sind: ein wirklicher Hotspot lässt sich nicht ausmachen.

Höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Neuötting

Mit neun „aktiven“ Fällen ist noch immer Tyrlaching am stärksten vom Coronavirus betroffen, wenn man die Einwohnerzahl als Relation nimmt. Die Infiziertenquote liegt dort bei 0,87 Prozent. Auf Platz 2 liegt jetzt Reischach mit 0,8 Prozent - dort hat sich die Zahl der Corona-Fälle von sieben auf 21 innerhalb einer Woche verdreifacht. Mit größerem Abstand folgen dann Unterneukirchen mit 0,52 Prozent (17 Fälle) und Neuötting mit 0,42 Prozent. Auch Neuötting macht einen großen Satz nach oben: während es vorige Woche dort nur sechs Corona-Fälle waren sind es jetzt 37. Neuötting hat mit 372 auch die höchste Sieben-Tage-Inzidenz der Kommunen im Landkreis.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 20. Oktober.

Bei den absoluten Zahlen führen Burghausen und Altötting mit jeweils 50 Fällen die Liste an, gefolgt von Neuötting (37), Garching (26) und Burgkirchen (23). Nicht nur in Reischach und Neuötting macht der Wert der „aktiven“ Corona-Fälle im Vergleich zur Vorwoche einen großen Sprung, auch in Garching: Von fünf auf 26 ging es dort hinauf. Nur ein Ort im Landkreis scheint derzeit „Corona-frei“, nämlich Stammham. Und nicht alle Ort haben steigende Zahlen zu vermelden. Neben Stammham gingen die Zahlen auch in Kastl, Burgkirchen, Mehring, Halsbach, Feichten und Tyrlaching nach unten.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 216 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Sechs Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, keiner von ihnen muss auf einer Intensivstation behandelt werden. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich 7383 Menschen aus dem Landkreis mit dem Coronavirus.

xe

Rubriklistenbild: ©  Dieter Ludwig Scharnagl auf Pixabay

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