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Aktuelle Corona-Analyse und Langzeitvergleich

Virus greift im Kreis Altötting auf immer mehr Orte über - größte Städte besonders belastet

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Die Infiziertenzahlen kennen im Landkreis Altötting momentan nur eine Richtung: weiter nach oben. Immer wenige Orte haben keine Corona-Fälle und es fällt auf, dass vor allem die größten Städte stärker belastet sind.

Landkreis Altötting - Die Fälle im Landkreis werden mehr und die Zahl der Orte, die keine Corona-Fällen haben, immer weniger. Nach der aktuellen Analyse vom Mittwoch (8. September) sind es jetzt nur noch vier „Corona-freie“ Kommunen im Landkreis Altötting, eine weniger als in der Vorwoche. Insgesamt gibt es derzeit 219 Corona-Positive im Landkreis, zwölf mehr als in der Vorwoche. Im Schnitt sind derzeit 0,2 Prozent der Gesamtbevölkerung im Landkreis Altötting als positive Corona-Fälle bekannt.

Corona-Lage in den Städten und Gemeinden im Landkreis Altötting

Prozentual ist Feichten mit seinen fünf Neuinfektionen am stärksten belastet, die 0,4 Prozent entsprechen. Vorige Woche war man dort noch bei null. Es folgen Altötting mit 0,35 Prozent (45 Fälle), Erlbach mit 0,33 Prozent (vier Fälle) und Burghausen mit 0,3 Prozent (56 Fälle). Auffällig ist, dass jetzt in der vierten Welle auch die Städte relativ mit am stärksten belastet sind. Im Winter und Frühjahr waren Altötting und Burghausen immer (unter-)durchschnittlich vom Corona-Virus betroffen, wenn man die Fallzahlen in Relation mit der Einwohnergröße setzt.

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 8. September.

Demnach führen Burghausen und Altötting auch die Rangliste bei den absoluten Zahlen der „aktiven“ Corona-Fälle an. Es folgen Burgkirchen, Töging und Neuötting mit jeweils 18 Fällen, sowie Garching mit 16 Fällen. Alle anderen Orte im Landkreis sind einstellig. Vor allem Töging ist in der Entwicklung auffällig, hatte es doch vor zwei Wochen gerade mal einen bekannten Infizierten. Vier Kommunen gelten derzeit als „Corona-frei“: Reischach, Perach, Teising und Halsbach. Perach hält sich schon seit vielen Wochen hartnäckig in dieser Aufzählung - auch auf Feichten und Tyrlaching traf dies wochenlang zu, doch auch dort gab es nun Fälle.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in den fünf größten Orten im Landkreis Altötting.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 211 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Acht Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, keiner von ihnen muss auf einer Intensivstation behandelt werden. Betrachtet man die Neuinfektionen des gestrigen Dienstags, sind unter den 27 Fällen neun Reiserückkehrer.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

xe

Rubriklistenbild: © pixabay

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