Burghauser Burg wird zur Funkstation

Burghausen - Die Stadt wird nach derzeitigem Planungsstand bald zwei Funkmasten aufstellen lassen. Das Besondere: Einer der Masten soll auf der Burghauser Burg installiert werden.

Nach derzeitigem Planungsstand werden zur Versorgung der Gemeinde Burghausen mit dem BOS-Funknetz zwei Basisstationen benötigt. Der erste Standort befindet sich auf der Kümmernis. Dieser Mast sichert die Funkversorgung des Industriegebietes im Norden der Stadt. Der zweite Standort ist auf der Burg Burghausen geplant. Dieser Standort ist durch die schwierige örtliche Topographie leider zusätzlich notwendig, um die einsatztaktischen Anforderungen der örtlichen BOS-Einsatzkräfte im Bereich der Altstadt am Fuße der Salzach und des Flussverlaufes zu erfüllen. Die Antenne ist auf Grund des Denkmalschutzes unterhalb des Daches geplant. Ansprechpartner für diesen Standort ist die Schlösserverwaltung des Freistaates Bayern.

Beim Aufbau des Digitalfunknetzes wird versucht, bereits bestehende Antennenstandorte, z.B. von Polizei, Feuerwehr oder Landesbehörden sowie bestehende Funkmasten von Rundfunk- oder Mobilfunkbetreibern zu nutzen. Zum Teil müssen aber auch neue Standorte errichtet werden. Denn dort, wo Einsatz- oder Unfallschwerpunkte sind, muss zum Schutz der Bürger auch die beste Funkversorgung gewährleistet sein. Generell bedeutet das für den Aufbau des BOS-Digitalfunknetzes, dass ein Standort zur Erfüllung der einsatztaktischen Anforderungen geeignet sein muss und daher im konkreten Einzelfall auch in der Nähe bebauten Gebietes bzw. an touristisch attraktiven Orten liegen kann.

Bei der Umrüstung auf den Digitalfunk wird kein zusätzliches Mobilfunknetz aufgebaut, sondern der bestehende Analogfunk der BOS durch den Digitalfunk ersetzt.

In Burghausen kommen Niedrigkapazitätsfunkzellen mit zwei Frequenzträgern, d.h. mit durchschnittlich 40 Watt Sendeleistung zum Einsatz. Solange keine Funksprüche erfolgen, befindet sich die BOS-Funkstation in einem Ruhezustand. Nur der für den Betrieb der Anlage notwendige Organisationskanal ist aktiv. Im Ruhezustand wird damit lediglich ein Achtel der Kapazität der Basisstation genutzt.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium des Innern

Rubriklistenbild: © dpa

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