Kandidatenvorstellung Bundestagswahl 2017

Steckbrief-Fragebogen: Sandra Bubendorfer-Licht (FDP)

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Die Kreisvorsitzende der FDP Mühldorf will in den Bundestag: Sandra Bubendorfer-Licht.

Altötting/Mühldorf - Am Sonntag, 24. September, wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Im Wahlkreis Altötting (212) bewerben sich acht Kandidaten um das Direktmandat. Wir stellen alle Kandidaten einzeln vor - heute: Sandra Bubendorfer-Licht (FDP). 

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Die Antworten auf den Steckbrief-Fragebogen von innsalzach24.de

Name? 

Sandra Bubendorfer-Licht 

Partei? 

FDP 

Alter? 

47 

Wohnort? 

Ampfing 

Familienstand? 

verheiratet

Anzahl Kinder? 

(Erlernter) Beruf/Studium? 

Dolmetscherin 

Politische Karriere? 

Kreisvorsitzende der FDP in Mühldorf, stellvertretende Bezirksvorsitzende der FDP in Oberbayern, Mitglied des Landesvorstands der FDP in Bayern 

Vorbilder in der Politik? 

Thomas Dehler, Hans-Dietrich Genscher 

Was verbindet Sie mit unserer Region? Was ist das Besondere bei uns?

Live-Debatte:

Ich bin in dieser Region geboren und aufgewachsen und habe hier meinen Lebensmittelpunkt. Die Region Mühldorf/Altötting ist meine Heimat. Neben der einzigartigen Landschaft, dem Beginn des Alpenvorlandes und dem Inntal, sind es die Menschen der Region die besonders sind. Tradition und Fortschritt, Selbstbestimmheit und soziale Verantwortung, sind Begriffe womit sich die Menschen im Herzen Oberbayerns gut beschreiben lassen, und zugleich das Rezept für die Attraktivität unserer Region und unsere wirtschaftliche Stärke.

Warum sollten die Bürger Ihnen ihre Stimme geben? Was sind Ihre Qualifikationen/Kompetenzen? 

Seit nun fast 20 Jahren engagiere ich mich bei den Freien Demokraten, um die Lebensqualität eines jeden einzelnen zu Verbessern. Durch mein langjähriges politisches Engagement weiß ich wo den Menschen unserer Region der Schuh drückt und ich habe auch genug Erfahrungen gesammelt, um zu wissen wie Lösungen politisch umgesetzt werden können. 

Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele? 

1: Ich will, dass auch in den ländlichen Regionen beste Bildungsmöglichkeiten geboten werden. 

2: Wichtige Zukunftsprojekte im Bereich der Infrastruktur müssen in unserer Region vorangetrieben werden, damit unsere Region auch weiterhin wirtschaftlich Wettbewerbsfähig bleibt. 

3: Ich werde mich für ein vernünftiges Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild in Deutschland einsetzen, damit nach klaren Kriterien, wie Bildungsgrad Alter, und Bedarf, Einwanderung nach Deutschland gesteuert werden kann, um unseren Fachkräftemangel zu bewältigen. 

Was wollen Sie für die Menschen in der Region bewirken? 

Ich will, dass jeder der hier bei uns im Herzen Bayerns lebt, die Chance hat sich nach seinem Willen frei zu entfalten, dazu müssen wir unter anderem auch in den ländlichen Regionen beste Bildungsangebote bieten können, damit wir nicht von den Großstädten abgehängt werden. 14. Thema Gerechtigkeit: Geht es in Deutschland gerecht zu? Sollten bestimmte Bevölkerungsschichten steuerlich entlastet/finanziell unterstützt werden? Welche und wie? Antwort: Es geht ungerecht in Deutschland zu. Bürgerinnen und Bürger unseres Landes müssen entlastet werden, sie müssen Anteil an unserem starken wirtschaftlichen Wachstum erhalten. Insbesondere kleinere und mittlere Einkommen sind durch die in den letzten Jahren kontinuierlich steigende Steuerbelastung, bei einer zugleich geringen Steigerung des Lohnniveaus besonders betroffen. Wir Freien Demokraten haben uns daher ein Entlastungsziel von 30 Milliarden Euro gesetzt. Konkret werden wir zum Beispiel einen Grunderwerbssteuerfreibetrag von 500.000€ einführen, damit mehr Menschen in unserem Land die Chance haben Eigentum zu erwerben um somit auch für das Alter vorzusorgen. 15. Thema Rente: Wie sieht Ihre Rentenpolitik aus? Renteneintrittsalter und Finanzierung (Stichwort: Generationenvertrag)? Antwort: Unsere Gesellschaft wird immer älter, den demographischen Wandel werden wir kurz- mittelfristig nicht entgegenwirken können, deshalb müssen wir den Generationenvertrag reformieren. Die Lebenserwartung steigt, wir sind aber in der der Regel auch länger fit, deshalb müssen wir auch über einen Flexiblen Renteneintritt diskutieren. Felxibel soll dabei nicht nur das Alter sein, sondern es soll auch einfacher werden Teilrente und Teilzeitarbeit zu kombinieren ohne erhebliche finazielle einbußen in der Gesamtrente befürchten zu müssen. 

Thema Ökologie/Klimaschutz: Sind wir hier auf dem richtigen Weg? Was sollte sich wie ändern?

Das Pariser Klimaschutzabkommen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir dürfen jetzt aber keine nationalen Alleingänge antreten, wir müssen uns an die weltweite Strategie halten. Wir Freien Demokraten sehen als eines der wichtigsten Werkzeuge des Klimaschutzes, den Emissionshandel, dieser muss reformiert werden und zu einem effektiven globalen Instrument werden.

Thema Wohnungsnot/sozialer Wohnungsbau: Bezahlbare Wohnungen sind in unserer Region oft Mangelware. Wie wollen Sie bezahlbaren Wohnraum schaffen und finanzieren? 

Wir müssen mehr Wohnraum durch die Förderung von Neubau schaffen unter anderem durch eine Erhöhung der jährlichen Abschreibungsrate. Zudem muss eine Zweckbindung für Bundesmittel, die für die Wohnungsbauförderung vorgesehen sind, eingeführt werden, damit diese Mittel konkret für die Förderung von Wohnungsbauten eingesetzt werden und nicht in irgendwelchen Landes- oder Kommunalhaushalten anderweitig „verschwinden“. Außerdem müssen Hürden zum Bau von Sozialwohnungen gelockert werden. 

Thema Flüchtlinge: Was läuft in der Flüchtlingspolitik gut, was schlecht? Wie würde Ihre Flüchtlings- und Integrationspolitik aussehen? 

Schlecht in der Flüchtlingspolitik läuft z.B., dass die Prozesse zur Anerkennung bzw. Ablehnung viel zu lange dauern. Schlecht läuft auch, dass sich die Politik zu sehr auf das Engagement ehrenamtlicher Verlassen hat, ohne selbst stärkere Initiativen zu starten. Gut läuft, dass endlich eine Einkehr zu Sachpolitik stattfindet und hysterische Stimmen immer leiser werden. 

Wichtig ist es zwischen Kriegsflüchtlingen, Asylsuchenden und Personen die subsidiären Schutz erhalten sollen zu differenzieren. Kriegsflüchtlinge sollen, anders als Asylsuchende, vorübergehenden humanitären Schutz erhalten, ohne durch mühsame Verfahren geschleust zu werden. 

Wer nach Wegfall der Fluchtursachen nicht die Erfordernisse eines modernen Einwanderungsgesetzes erfüllt, muss zurück in seinen Herkunftsstaat. Um die Integration von Flüchtlingen zu verbessern ist es notwendig Unternehmern, das Beschäftigen dieser zu erleichtern, dass heißt keine nutzlosen bürokratischen Hürden in den Weg zu legen und Prozesse zu beschleunigen.

Braucht Deutschland einen Regierungswechsel, eine neue Regierungskoalition? Welche und warum? 

Deutschland hat genug von der großen Koalition. Die letzten vier Jahre haben gezeigt, wie schädlich eine große Koalition mit einer schwachen Opposition für unseren politischen Betrieb ist. 

Nach aktuellen Umfrageergebnissen ist die Anzahl möglicher Regierungskonstellationen beschränkt. Wir Freien Demokraten haben uns das Ziel gesetzt, als drittstärkste Kraft in den Bundestag einzuziehen und die letzten Landtagswahlen haben gezeigt, dass wir unter richtigen Voraussetzungen die Möglichkeit haben mit SPD, CDU und auch den Grünen in eine Koalition einzutreten. 

Auch wenn wir nicht in Regierungsverantwortung sein werden, wird durch eine starke FDP im Bundestag wieder Sachpolitik in den Vordergrund gedrängt werden.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten des Kandidaten/der Kandidatin wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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