Brossardt: "Industrie ist Motor der bayerischen Wirtschaft"

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Altötting - Als Referenten für sein elftes Wirtschaftsforum hat Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, eingeladen.

"Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Bayern und Deutschland." - so das Thema des Abends. "Die Industrie ist die Stärke der wirtschaftlichen Entwicklung und der Motor Bayerns. Ein stabiler Aufschwung braucht Vorfahrt für die Industrie. Besonders der Export, die Innovationskraft der Unternehmen und die so genannte ‚hybride Wertschöpfung’ spielen dabei eine große Rolle.“ Dies betonte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., beim elften Wirtschaftsforum für die Landkreise Altötting und Mühldorf.

Laut Brossardt ist die hohe Exportquote bayerischer Unternehmen ein wichtiger Baustein für den wirtschaftlichen Aufschwung im Freistaat: „Der Export hat Bayern 2010 aus der Krise geführt. Allerdings lagen die Ausfuhren im letzten Jahr noch immer unter dem Vorkrisenniveau. Hier gilt es, weiter aufzuholen“, erklärte der vbw Hauptgeschäftsführer. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist gemäß Brossardt die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. „Mit Investitionen von über 9,5 Milliarden Euro tragen die bayerischen Betriebe den größten Anteil an der Forschung und Entwicklung im Freistaat. Das Engagement im Bereich F + E lohnt sich: Im deutschlandweiten Vergleich belegen wir Platz zwei bei den Patentanmeldungen. Diese Innovationsfähigkeit müssen wir vorantreiben. Denn die wirtschaftliche Zukunft Bayerns hängt nicht zuletzt davon ab, dass wir weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten können“, sagte Brossardt.

In diesem Zusammenhang verwies der vbw Hauptgeschäftsführer auf die Bedeutung des ‚hybriden Unternehmens’. Eine starke industrielle Basis im Verbund mit Dienstleistungen und damit eine hohe Kundenorientierung ist Brossardt zufolge das Geschäftsmodell der Zukunft. Der vbw Hauptgeschäftsführer wies auf die positiven Zukunftsprognosen für den Wirtschaftsstandort Bayern hin, warnte aber zugleich vor neuen Risiken: „Wir erwarten, dass die konjunkturelle Entwicklung zum Jahresende 2011 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. Das Tempo des Aufholprozesses wird sich jedoch verlangsamen. Wir werden neue Herausforderungen und Volatilitäten, beispielsweise beim Wechselkurs oder bei den Rohstoffpreisen, meistern müssen. Um weiter international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir vor allem mehr Verlässlichkeit bei den Arbeitskosten, eine stabile Energiepolitik, dauerhaft sichere Finanzierungsbedingungen und nicht zuletzt ein umfassendes Lösungskonzept, um der drohenden Fachkräftelücke zu begegnen“, so Brossardt.

PM Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft

Rubriklistenbild: © dpa

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