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Aktuelle Analyse und Langzeitentwicklung

Bis zu 3,3 Prozent Corona-Infizierte im Ort: Das sind die „Hotspots“ im Kreis Altötting

Die Sieben-Tage-Inzidenz kreist um den Wert 2000, immer mehr Menschen gelten auch im Landkreis Altötting als Corona-positiv: Die Gemeinde-„Hotspots“ haben gar Infiziertenquoten von etwa drei Prozent.

Landkreis Altötting - Die Zahlen steigen und steigen: sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz, auch als die der „aktiven“ Corona-Fälle im Landkreis Altötting. Die Inzidenz kreist seit dieser Woche um den Wert 2000 und mit derzeit 2437 Corona-Infizierten (Stand 8. Februar) ist ebenfalls ein Rekordwert erreicht - das entspricht 2,18 Prozent aller Einwohner im Landkreis. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das ein Plus von 540 Personen. Unsere aktuelle Analyse zeigt aber, dass in manchen Kommunen die Zahl der Corona-Fälle sinkt, während sie sich andernorts vervielfacht.

3,34 Prozent aller Peracher derzeit Corona-positiv

„Spitzenreiter“ im Landkreis Altötting mit einer Infiziertenquote von 3,34 Prozent ist derzeit Perach. 43 Menschen gelten dort als Corona-positiv. Es folgen Pleiskirchen mit 2,86 Prozent (70 „aktive“ Fälle), Feichten mit 2,8 Prozent (35 „aktive“ Fälle) und Mehring mit 2,7 Prozent (65 „aktive“ Fälle). Die „Hotspots“ verteilen sich also quer über den ganzen Landkreis. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße am wenigsten Corona-Infizierte gibt es momentan in Stammham (1,33 Prozent/14 Fälle).

Zahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Altötting, Stand 8. Februar.

Wie dynamisch das Infektionsgeschehen ist, zeigt der Vergleich mit der vorigen Woche. Allein in Altötting sind es fast 100 Corona-Fälle mehr geworden, in Feichten, Halsbach, Erlbach, Stammham und Teising hat sich ihre Zahl mindestens verdoppelt, in Perach sogar mehr als vervierfacht. Aber nicht überall herrscht ein solches Bild vor: In Kastl, Kirchweidach und Tyrlaching vermeldet man diese Woche weniger „aktive“ Corona-Fälle als vorige Woche. Nach absoluten Zahlen gibt es momentan sieben Orte im Landkreis mit einem dreistelligen Wert an Infizierten: Burghausen (321), Altötting (320), Burgkirchen (257), Neuötting (221), Garching (220), Töging (156) und Winhöring (103).

„Aktive“ Corona-Fälle in Burghausen, Altötting, Burgkirchen, Töging und Neuötting im Verlauf der vergangenen Wochen.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut insgesamt 294 Todesfälle im Landkreis zu beklagen. 22 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis Altötting sind derzeit in einem Krankenhaus untergebracht, vier von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Werte sind über die vergangenen Wochen recht stabil. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht.

xe

Rubriklistenbild: © M. Wieland

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