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Nachgefragt bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bayernweiter Rückgang bei Kartoffelernte - Wie ist die Lage in der Region?

Die Kartoffelernte in diesem Jahr fiel bayernweit teils sehr viel schlechter, als normal aus. Wir haben uns erkundigt, ob davon auch unsere Region betroffen ist und bei den zuständigen Landwirtschaftsämtern für die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein nachgefragt.

Landkreise - Die diesjährige Ernte in Bayern war schlecht. Bei allen Fruchtarten seien „erhebliche Ertragseinbußen“, zu erwarten teilte das Bayerische Landesamt für Statistik vor kurzem mit. Schuld seien die extremen Witterungsverhältnisse mit Starkregen, Trocken- und Kälteperioden. Die Kartoffelernte liegt mit 1,6 Millionen Tonnen 14 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zuvor war bereits die Getreideernte deutlich geringer als in den Vorjahren ausgefallen. Dies hatte auch teilweise die Region betroffen. Aus Gebieten, in denen der Ackerbau eine größere Rolle spielt berichteten die örtlichen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) ebenfalls teilweise Ernteausfälle. Wie also sieht es hierbei aus?

„Der Anbau von Kartoffeln spielt in Stadt und Landkreis Rosenheim nur eine untergeordnete Rolle, die gesamte Anbaufläche beträgt nur 21 Hektar. Die Wachstumsbedingungen waren 2022 aufgrund der ausreichenden Wasserversorgung in unserer Region zwar gut, aufgrund des hohen Befallsdrucks durch eine Pflanzenkrankheit, die Phytophthora Krautfäule, wird aber von unterdurchschnittlichen Erträgen ausgegangen“, berichtet Dr. Georg Kasberger, Behördenleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim. Ähnliches kann auch Ludwig Huber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein berichten, welches für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land zuständig ist. „Es wird weniger als ein Prozent der Ackerfläche mit Kartoffeln bestellt. Im Regelfall werden die Anbauer die Ernte direkt an Verbraucher vermarkten und die meisten unserer Anbauer haben im bayernweiten Vergleich nur extrem kleine Anbauflächen und -Mengen.“

Bayernweiter Rückgang bei Kartoffelernte - Wie ist die Lage in der Region?

„Das Jahr hatte hohen Befallsdruck mit Krautfäule und war insgesamt ein schwieriges Jahr mit geringen Erntemengen. Das gilt besonders für Ökobetriebe, die kaum Möglichkeiten zur direkten Bekämpfung der Krautfäule haben“, schließt Huber. Auch in den Landkreisen Alttöting und Mühldorf am Inn spielt der Kartoffelanbau kaum eine Rolle, so Dr. Bernhard Hübner vom AELF Töging: „Die Außnahme sind einzelne Betrieben in der Direktvermarktung. Ich habe gehört, dass die Erträge deutlich geringer waren, vor allem in der Qualität. Es scheint viele kleine Kartoffeln gegeben zu haben. In der Direktvermarktung werden aber Erntemengen eher geschätzt, sodass eine prozentuale Abschätzung nicht möglich ist.“

Insgesamt gibt es in Bayern etwa 10.000 Kartoffelerzeuger, die auf rund 41.000 Hektar anbauen, so die Bayerische Kartoffel GmbH ist eine Initiative der bayerischen Kartoffelerzeuger und Kartoffelvermarkter aller sieben bayerischen Regierungsbezirke. „Wenngleich überall in Bayern Kartoffeln angebaut werden, gibt es Gebiete, die sich besonders gut eignen und aus denen der größte Anteil der Bayerischen Kartoffel kommt.“ Hauptanbaugebiete seien Oberbayern, Niederbayern, Schwaben und die Oberpfalz.

hs

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

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