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Bereits 300 Flüchtlinge im Landkreis Altötting

Auch sie benötigen Hilfe: Ukraine-Flüchtlinge aus Drittstaaten

Ukraine-Krieg und Flüchtlinge
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Flüchtlinge aus der Ukraine können auch aus Drittstaaten stammen.

Über 300 Ukraine-Flüchtlinge sind bereits im Landkreis Altötting angekommen. Unter ihnen befinden sich Familien mit Kindern, aber auch Flüchtlinge, die aus Drittstaaten stammen. Sie sind entweder im Besitz der ukrainischen Staatsbürgerschaft oder eines Aufenthaltstitels. Auch sie benötigen dringend Hilfe und Wohnungen.

Landkreis Altötting – In den ersten Bussen mit Ukraine-Flüchtlingen sind auch Menschen aus Drittstaaten in der Mehrzweckhalle in Töging eingetroffen. Tobias Windhorst, Bürgermeister von Töging wies in einem Gespräch daraufhin, dass es sich bei den Hilfesuchenden nicht nur um Frauen mit Babys handle. Auch bei einer Videokonferenz des Altöttinger Landrats, Erwin Schneider, mit den Bürgermeistern des Landkreises wurde dieses Thema angesprochen. Es sei bereits vorgekommen, dass ein privates Wohnungsangebot zurückgezogen wurde, als Flüchtlinge aus Drittstaaten für die Wohnmöglichkeit vorgeschlagen wurden.

Auch Flüchtlinge aus Drittstaaten genießen Schutzstatus

Die bisher angekommenen Flüchtlinge aus Drittländern hatten Reisepässe und ukrainische Aufenthaltstitel. Das Landratsamt gibt die kyrillischen Papiere zwar zur Prüfung weiter, sonst läuft die Registrierung wie bei anderen Ukrainern. Laut aktueller Mitteilung der Bundespolizei Rosenheim genießen alle ukrainischen Flüchtlinge einen Schutzstatus. Flüchtige Ukrainer ohne Papiere wurden bis vor Kurzem noch in die Inspektion zur Registrierung der Personalien gebracht. Nun soll dieses Prozedere ein Ende haben. Der stellvertretende Inspektionsleiter Thorsten Kleinschmidt sagt: „Aufgrund des Schutzstatus für Ukrainer kann einreisen, wer sich vor Putins Überfall am 24. Februar in der Ukraine aufgehalten hat.“ Polizeiliche Kontrollen soll es weiterhin geben, zur Registrierung würden aber nur die Reisenden gebracht, bei denen eine Vermutung auf Einreise aus einem Drittland bestehe.

Kinderanteil sehr hoch

Etwa 200 der über 300 Flüchtlinge, die bereits im Landkreis Altötting angekommen sind, konnten mit ihren eigenen Autos einreisen. Vorübergehend waren sie bei Freunden untergekommen und haben sich erst später in Deutschland registriert. „Der größte Teil der Ankömmlinge ist bereits in Wohnungen untergekommen“, so Christian Sparck, Sachgebietsleiter des Landratsamtes. Bis 14. oder 15. März soll auch der zweite Teil zugewiesen werden. Insgesamt sei die Mehrzweckhalle in Töging für 90 Personen ausgerichtet. Auch eine Quarantänestation mit 40 Betten gibt es dort. Bisher ist der Kinderanteil mit 20 bis 40 Prozent sehr hoch, auch bei den Flüchtlingen aus Drittländern.

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