Am Freitagvormittag in Altötting

Dultbesprechung: Mehr Körperverletzungen als zuvor

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Siegfried Mittermaier von der Polizeiinspektion Altötting auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting
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Altötting – Bei der traditionellen Dultbesprechung zwischen Stadt, Schaustellern und Fieranten wie auch Festwirten, Polizei und Sicherheitsdienst kam die Wahrheit über den bisherigen Verlauf der Hofdult auf den Tisch.

Sie ist schön, sie ist toll und viele aus Nah und Fern haben dieses geballte Festangebot bereits wahrgenommen: Die Altöttinger Hofdult. Wie jedes Jahr kommen alle Verantwortlichen ein Mal zur traditionellen Dultbesprechung zusammen. Die war am Freitagvormittag im Weißbierzelt.

Heiß und schwül und trotzdem immer einen Besuch wert

Altöttings Zweiter Bürgermeister Wolfgang Sellner auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting

Die Witterung haben wir leider nicht im Griff“, sagte Wolfgang Sellner, Zweiter Bürgermeister der Kreisstadt in seiner Zusammenfassung über die bisherige Hofdult. Heiß und schwül sei das Wetter bisher gewesen. Trotzdem sei „Das schönste Fest im Herzen Bayerns“ immer einen Besuch wert. Sellner bedankte sich schließlich bei allen Verantwortlichen für ihren Beitrag dazu bevor die einzelnen ihre Sicht der Dinge schilderten.

Mehr Körperverletzungen

Bisher verzeichnet die Polizei 20 Einsätze im Zusammenhang mit der Hofdult. Letztes Jahr waren es am Ende fünf mehr. Damit rechnet Siegfried Mittermaier von der Polizeiinspektion Altötting auch für dieses Jahr wieder. Schließlich steht noch das zweite Hofdultwochenende bevor. An sich sei bisher alles im erwartbaren Rahmen für so ein Fest, so Mittermaier. Auffallend aber: Die Zahl an Körperverletzungsdelikten ist im Vergleich gestiegen.

Igor Sink vom Sicherheitsdienst auf der Dultbesprechung auf Freitagnachmittag in Altötting

Diese Dinge passieren aber nicht auf dem Platz“, hieß es bei der Dultbesprechung. So fand die Massenschlägerei in der Nacht auf Mittwoch mit etwa 20 beteiligten Personen nicht direkt auf der Hofdult statt. Was den Dultplatz betrifft, lobte Mittermaier die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst von Igor Sink. Es gehe darum, Präsenz zu zeigen, einzuschreiten, wo es nötig ist. Das funktioniere hervorragend.

Alle Hände voll zu tun beim BRK

Herbert Janku vom BRK auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting

Herbert Janku vom BRK stellte in seinem Bericht über den bisherigen Verlauf der Altöttinger Hofdult insbesondere fest, dass die Zahl der Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren, die gegen Mitternacht mit Pflaster oder Ähnlichem versorgt werden müssten, gestiegen ist. Der Mittwoch vor dem Feiertag sei gewohnt der personalintensivste Einsatztag gewesen. Mit rund zehn Sanis sei man im Einsatz gewesen. Die Zahl an Personen, die wegen Kreislaufproblemen versorgt werden mussten, sei gesunken

Von Magenentleerungen und Pommes mit Ketchup und Majo

Stefan Vorderobermeier auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting

Stefan Vorderobermeier gab sein Fazit zum Dultbusverkehr ab. Demnach habe es bis auf die eine oder andere spontane Magenentleerung bei dem einen oder anderen Fahrgast keine besonderen Vorfälle gegeben, so Vorderobermeier in scherzhaftem Ton. Das Angebot der insgesamt acht verschiedenen Linien werde gut angenommen, insbesondere die Linie 7 von Eggenfelden her kommend zur Hofdult. Ein Problem gebe es allerdings: Pommes mit Ketchup und Majo. Damit und mit anderen Snacks würden Fahrgäste nach ihrem Hofdultbesuch noch in den letzten Bus steigen wollen. Dies werde aber weiter durch die Fahrer unterbunden werden

"Friedlich, scheee und midanand"

Alle Festwirte zeigten sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der 635. Altöttinger Hofdult. Dass sie schon am Freitag mit einer inoffiziellen Eröffnung beginnt, sei bei den Leuten im nunmehr dritten Jahr angekommen, so Sabine Detter vom Weißbräu Graming. Simone Hell vom Hell-Bräu hob das besondere Flair hervor, das die Hofdult als Fest für die ganze Familie hat. Früher hätte es zwar mehr Biertrinker gegeben aber als Festwirtin freue sie sich heute über ein bunt gemischtes Jung und Alt im Festzelt, auf der Hofdult. 

... auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting

"Mit den Kosten auf dem Teppich bleiben"

Max Fahrenschon auf der Dultbesprechung am Freitagvormittag in Altötting

Das forderte Max Fahrenschon. Der Sprecher der Schausteller bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, machte aber auch klar, was die Probleme der Schausteller sind: Das Wetter und die Zeit. Soll heißen: Ist es Nachmittags beispielsweise unangenehm schwül, kommen nur wenig Gäste. Abends, wenn es dann angenehmer wird, sind die Gäste für die vielen Kinderfahrgeschäfte bereits weg und die Hofdultbesucher sitzen in den Zelten. Deshalb bat Fahrenschon, die Stadt möge doch bei den Kosten für die Schaustellerbetriebe auf dem Teppich bleiben. 

Fazit aus der Dultbesprechung:

Die 635. Altöttinger Hofdult ist wieder eine Schau für eine ganze Region. Da sind sich alle einig. Es gibt Stellschrauben, wie alles noch besser und schöner werden kann. Jedes Jahr mehr geht es ein Stückerl weiter für alle Beteiligten, die Besucher freilich nicht ausgeschlossen. 

Am Ende der Dultbesprechung wurden die diesjährigen Jubilare auf der Hofdult geehrt.

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Hofdult-Infos

Auf dem Dultplatz vom 25.05. bis zum 03.06.2018:

- Startschuss: 25. Mai um 18 Uhr

- Dultfeuerwerk zur Eröffnung 25. Mai ab 22.30 Uhr

- Dultauszug: 26. Mai ab 14 Uhr (Vom Hell-Bräu bis zum Dultplatz)

- "Radl-Roas": 27. Mai ab 10 Uhr (Radl-Schnitzeljagd durch ganz Altötting)

- Standkonzert: 27. Mai ab 12.30 Uhr (Kapellplatz)

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