Zwischenbilanz am Freitag

Lob und Kritik für die Altöttinger Hofdult 2015

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Schaustellersprecher Max Fahrenschon überreichte Bürgermeister Hofauer eine Aufmerksamkeit für dessen 20-jähriges Dienstjubiläum
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Altötting - Am Freitag haben alle Verantwortlichen der Hofdult eine große Zwischenbilanz gezogen. Es gab viel Lob, aber in einigen Punkten auch Kritik an der Dult 2015.

Bürgermeister Herbert Hofauer zeigte sich bei der traditionellen Zwischenbilanz am Freitagvormittag zufrieden mit der Dult, vor allem mit dem neu eingeführten Auftakt schon am Freitag. Dieser sei "gut angelaufen", sagte Hofauer. Diese Einschätzung teilten auch die Wirte. "Die Stimmung war super und die Leute haben gesagt: Es ist schon überfällig, dass ihr so was macht", erzählte Sabine Detter vom Graminger Weißbierzelt, und Gabriele Tandler vom Weinzelt sagte: "Mit dem ersten Freitag sind wir ganz zufrieden." Mit dem zweiten Dultmontag sei dies "ein guter Tausch" gewesen. Alle drei Wirtinnen lobten die Stimmung in den Zelten. "Es ist eine freudige Stimmung", sagte etwa Simone Hell vom Hell-Bräu-Festzelt, die auch das Standkonzert lobte. Die Kapellen hätten mit ihrem Konzert "eingeschlagen".

Dultbeginn "arbeitsintensiver" für die Polizei

Hannes Schneider, Leiter der Polizeiinspektion Altötting, nannte die Polizeibilanz zur Dult "durchwachsen". Zu tun hatten die Beamten vor allem am ersten Wochenende, wo es zu 15 von bisher 18 Einsätzen gekommen war. "Der veränderte Dultbeginn war für uns arbeitsintensiver", bilanzierte Schneider. Aus den vergangenen Tagen besonders in Erinnerung geblieben ist dem PI-Leiter ein Autofahrer in der Panoramatiefgarage, der 4,7 Promille Alkohol im Blut hatte - "lebensgefährlich", wie Schneider klarstellte.

Von den Schaustellern gab es Lob und Kritik. Max Fahrenschon, der Sprecher der Schausteller, überreichte Bürgermeister Hofauer anlässlich dessen 20-jährigen Dienstjubiläums ein kleines Präsent. "Sie haben dazu beigetragen, dass die Hofdult im Jahresverlauf das Aushängeschild der Stadt Altötting ist." Fahrenschon lobte die Entwicklung in den letzten Jahren, etwa die Einführung des Dultbusses und die "aufwendig gestalteten" Zelte.

Ist die Dult falsch aufgebaut?

Kritik gab es dagegen am Aufbau des Dultplatzes. Fahrenschon plädiert für eine Aufstellung, bei der die Besucher durch den Marktbereich durch müssen. "Vielleicht finden wir irgendeine andere Art des Aufbaus", so der Schausteller. Fahrenschon, der sich mit seinem persönlichen Erfolg auf der Dult zufrieden zeigte, kritisierte, dass es für einige Schausteller heuer schwer sei, einen Gewinn zu erwirtschaften. Sein Schausteller-Kollege Alwin Zinnecker blies ins selbe Horn. "Es sind wunderschöne Zelte. Es ist ein wunderschönes Angebot da", so Zinnecker. "Es liegt nicht an den Geschäften. Es liegt nicht am Publikum. Ihr habt das Fest falsch aufgestellt." So kritisierte Zinnecker die Positionierung des Autoscooters. Dieser gehöre in die Mitte des Festes.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Musik in den Zelten. Mehrere Schausteller kritisierten, dass diese vor allem Abends zu laut sei. Dazu sagte Simone Hell, dass man um eine schöne Mischung bemüht sei. "Wir bemühen uns um Herzlichkeit, Freundlichkeit und Gastlichkeit." Bürgermeiste Hofauer betonte, dass es Lärmmessungen gebe und die Lautstärke etwa im Weinzelt geringer sei als im Vorjahr. Beschwerden von Anwohnern liegen der Stadt auch keine vor.

Autoscooter schon 40 Jahre auf der Dult

Bei der großen Zwischenbilanz im Graminger Weißbierzelt, bei der vieles auf den Tisch kam, wurde deutlich, wie sehr alle Beteiligten um die Hofdult bemüht sind. In einigen Fragen, etwa was den Aufbau der Dult betrifft, dürfte es aber für das kommende Jahr Gesprächsbedarf geben.

Jede Menge Ehrungen gab es am Freitag für die vielen langjährigen Schausteller und Fieranten der Dult (zum Vergrößern Bild anklicken)

Am Ende der Besprechung stand etwas sehr Erfreuliches auf dem Programm: die Ehrung der langjährigen Dultschausteller und -fieranten. Die Geehrten sind: Familie Tille (Schokofrüchte, zehn Jahre auf der Dult), Arend & Boden (T-Shirt-Druck, 20 Jahre), Martin Baumgartner (Holzspielwaren, nachträglich für 20 Jahre), Charlie Stey ("Stey's Reise um die Welt", 25 Jahre), Familie Branicki (japanisches Fadenziehen, Kugelstechen, Ballwerfen, 30 Jahre), Adam Ströll (Bäckerei Ströll, 30 Jahre) und Familie Rilke (Autoscooter, 40 Jahre).

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Hofdult-Infos

Auf dem Dultplatz vom 20. bis zum 29.05.2016:

- Startschuss: 20. Mai um 19 Uhr

- Dultauszug: 21. Mai ab 14 Uhr (Vom Hell-Bräu bis zum Dultplatz)

- Hofdultanschießen: 21. Mai um 16 Uhr (Traunsteiner Straße)

- "Radl-Roas": 22. Mai ab 10 Uhr (Radl-Schnitzeljagd durch ganz Altötting)

- Standkonzert: 22. Mai ab 12.30 Uhr (Kapellplatz)

- Dultfeuerwerk 29. Mai ab 22.00 Uhr

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