Anzapf-Tipps vom Fachmann

Georg Hell zeigt's: So zapft man richtig an!

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Einer, der wissen muss, wie es geht: Georg Hell, 22, ist angehender Braumeister
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Altötting - Ihr habt ein Bierfass, wisst aber nicht, wie ihr das Bier rausbekommt? Innsalzach24.de hat für euch bei einem Fachmann nachgefragt, wie man richtig o'zapft.

Zum Auftakt eines jeden Volksfests gehört die Bühne dem Stadtoberhaupt. Ihm - oder ihr - wird die große Ehre zu Teil, das Volksfest offiziell anzuzapfen. Drei Schläge sind gut, zwei sind spitze, ein einziger Schlag ist eine Sensation. Am letzten Samstag zeigte Bürgermeister Herbert Hofauer, dass er den Bogen raus hat. Mit zwei Schlägen - "Standard", wie er selbst sagt - eröffnete er die Altöttinger Hofdult 2015.

Doch ist es eigentlich kompliziert, das Anzapfen? Und wie zapft man richtig an? Innsalzach24.de hat für euch bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Georg Hell, 22, angehender Braumeister und Sohn des Hofdult-Festwirts Georg Hell von Hell-Bräu. Hier seht ihr seine wichtigsten Anzapf-Tipps:

1. Auf die Größe kommt es an

Ein kleines Fass, so wie dieses, rutscht leicht weg (zum Vergrößern Bild anklicken)

Je größer das Fass, umso leichter fällt das Anzapfen: "Ein größeres Fass steht recht massiv auf dem Boden. Das rutscht nicht so leicht weg. Bei einem kleineren Fass kann es passieren, dass es nach hinten wegrutscht", erklärt Georg Hell. Kleinere Fässer können deshalb sicherheitshalber von einem Helfer festgehalten werden.

2. A bisserl Schmoiz kann nicht schaden

Klar, vieles ist Übungssache. Aber ordentlich Kraft im Arm kann trotzdem nicht schaden. Für Georg Hell hängt die Anzahl der Schläge direkt vom "Schmoiz" ab: "Umso mehr Schmoiz man hat - da sag ich mal, braucht man zwei bis drei Schläge. Wenn einer da ist, der nicht so viel hat, der muss dann öfter reinschlagen, bis der Wechsel sauber sitzt."

3. Der Finger muss in den Ring

Den Wechsel sollte man am besten so wie auf diesem Foto in die Hand nehmen

Der Wechsel ist überhaupt ein wichtiges Utensil. Mit Wechsel bezeichnet man den Ausschankhahn, der beim Anzapfen mittels Schlegel ins Fass geschlagen wird. Georg Hell empfiehlt Rechtshändern, den Wechsel in die linke Hand zu nehmen, mit dem Daumen im Ring. So hat man den Wechsel am sichersten im Griff. Am Ring dreht man den Wechsel nach dem Anzapfen auf, damit das Bier fließen kann.

4. Ordentlich zupacken

Hat man den Wechsel am Fass angesetzt, sollte man mit der rechten Hand kräftig zupacken. Wer den großen Holzschlegel nicht im Griff hat, kann schließlich nicht vernünftig zuschlagen. Georg Hell: "Dann haut man mit zwei, drei kräftigen Schlägen drauf. Dann dringt der Wechsel ins Fass ein und ist fest."

5. Das Pfeiferl nicht vergessen

Anschließend kann der Ring aufgedreht werden und das Bier fließt - allerdings nicht lange. "Wenn das Fass angezapft ist, dann lässt man die ersten fünf, sechs Mass runter. Irgendwann kommt dann kein Bier mehr nach. Dann muss man oben das sogenannte Pfeiferl reinhauen, das ist ein Ventil. Dann kann Luft ins Fass einströmen und Bier wieder rausfließen."

Anzapfen mit Georg Hell von Hell-Bräu

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Hofdult-Infos

Auf dem Dultplatz vom 9. bis zum 18.06.2017:

- Startschuss: 9. Juni um 18 Uhr

- Dultauszug: 10. Juni ab 14 Uhr (Vom Hell-Bräu bis zum Dultplatz)

- Hofdultanschießen: 10. Juni um 16 Uhr (Traunsteiner Straße)

- "Radl-Roas": 11. Juni ab 10 Uhr (Radl-Schnitzeljagd durch ganz Altötting)

- Standkonzert: 11. Juni ab 12.30 Uhr (Kapellplatz)

- Dultfeuerwerk 9. Juni ab 22.00 Uhr

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