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Altötting unter den Corona-Top10 in Bayern

Corona-Welle erreicht InnKlinikum: Krankenhäuser leiden erneut unter massivem Personalmangel

Eine weitere Corona-Welle trifft den Landkreis Altötting und den Landkreis Mühldorf.
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Die Herbstwelle erreicht das Innklinikum in Mühldorf.

So hoch war die Inzidenz im Landkreis Altötting schon eine Weile nicht mehr: Mit 1098 liegt der Kreis auf Platz 5 in Bayern. Und wieder leiden die Kliniken.

Landkreis Altötting – Mit 1089 ist die Corona-Inzidenz im Landkreis Altötting vom 7. Oktober deutschlandweit auf Platz 12 und bayernweit unter den Top 5. Und auch im Landkreis Mühldorf steigen aktuell die Zahlen rasant an: dort liegt die Inzidenz bei 1022. Ob all das am Oktoberfest liegt? In den letzten 7 Tagen wurden im Landkreis Altötting 1232 Personen positiv getestet, im Landkreis Mühldorf 1202. Allein heute gab es in Mühldorf 298 neue Fälle, in Altötting 293.

Am Klinikum müssen wieder Eingriffe verschoben werden

„Die Herbstwelle, von der viele gehofft hätten, dass sie nicht eintritt, nimmt im Moment voll Fahrt auf“, sagt Dr. Gregor Zimmermann, Chefarzt der Lungenmedizin am InnKlinikum Mühldorf. Der Anstieg der Patientenzahlen sei deutlich. „Am Donnerstag, 6.10.22, verzeichneten wir im InnKlinikum 61 SARS-CoV-2 positive Patienten,“ so Zimmermann. Vier der Patienten mussten auf Intensivstation versorgt werden, einer von ihnen sogar beatmet.

Und dabei ist die Personallage alles andere als entspannt, denn man beklage erneut einen massiven Personalausfall wegen Corona-Infektionen. „Etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des InnKlinikum fallen derzeit coronabedingt aus“, sagt der Chefarzt. Nur durch Personalverschiebungen, beispielsweise von Haag nach Mühldorf, sei es möglich, die Patientenversorgung aufrecht zu erhalten. Doch viele planbare Eingriffe mussten schon verschoben werden. „Es werden aktuell lediglich Notfälle, dringliche Patienten oder Patienten mit Verdacht auf einen bösartigen Tumor operiert“, so Zimmermann.

Bevölkerung sollte wieder vorsichtiger werden

Dabei steigen die Infektionszahlen rasant. „Wir müssen die Kräfte jetzt wieder bündeln und Personal, das an allen Ecken benötigt wird umplanen“, erläutert der Chefarzt. Weil die Fallzahlen voraussichtlich weiter ansteigen, werde der Winter die Klinik erneut vor Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist es für die Krankenhäuser, dass die Bevölkerung wieder vorsichtiger wird. Zimmermann: „Neben den AHA-L-Empfehlungen sollte jeder prüfen, ob nicht eine Auffrischungsimpfung sinnvoll ist.“ Es sei ein wirksamer Schutz, um schwere Verläufe zu reduzieren – sodass diese nicht ins Krankenhaus müssten. „Außerdem sollte auch im Falle einer Erkrankung rasch mit dem Hausarzt geklärt werden, ob eine antivirale Therapie mit den verfügbaren Substanzen zu empfehlen ist“, empfiehlt der Lungenarzt.

Bei weiterem Anstieg der Zahlen müssten die Kliniken Ihre Kapazitäten im COVID Bereich wieder massiv aufstocken. Das bedeutet, dass aber Personal in anderen Bereichen reduziert werden muss.

Dr. Gregor Zimmermann, Chefarzt der Lungenmedizin am InnKlinikum Mühldorf

Auch Lungenentzündungen und Influenza im Vormarsch

Schon seit über einem Jahr bestimmen Omikron-Varianten das Corona-Geschehen. Nach Alpha und Delta war sie die bisher ansteckendste Covid-19 Version. Doch nicht nur Corona ist wieder im Vormarsch: Der Chefarzt vom InnKlinikum warnt auch vor anderen Erkältungskrankheiten: „Wir sehen, wie immer in der kalten Jahreszeit, wieder bakterielle Lungenentzündungen. Auch die ersten Fälle von Influenza konnten wir bei unseren Patienten, aber auch im Personal finden.“

Bislang wurden im Landkreis Altötting 56369 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

  • Covid-Infektionen im Landkreis Altötting (Stand 7.10.2022)
  • 55090 Landkreisbürger sind bislang wieder gesundet.
  • 361 Personen sind an der Erkrankung verstorben.
  • 918 sind aktuell aufgrund des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Isolation.
  • 4246 Landkreisbürger/Innen haben aktuell den befristeten „Genesenen-Status“. Dieser Status beginnt 28 Tage nach dem PCR-Ergebnis und ist auf einen Zeitraum von 2 Monaten begrenzt.

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