Moorschutz fängt im Garten an

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Altötting - Mit dem Frühling kommt auch die Gartenarbeit. Hier sollte man jedoch vermeiden, mit dem seltenen und wertvollen Rohstoff Torf zu arbeiten.

Endlich wieder „garteln“. Die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne locken uns wieder in die Gärten, denn hier gibt es viel zu tun. Doch bedenken Sie, Moorschutz fängt im Garten an.

In den Plastiksäcken mit der Aufschrift „Erde“, die man in Gartenhandlungen und Baumärkten kaufen kann, befindet sich meist nur Torf, ein fossiler Rohstoff, der sich nur langsam bildet (eine Torfschicht wächst nur etwa 1 mm pro Jahr an). Dieser wird in großen Mengen aus Mooren entnommen. Die Folge der Torfentnahme sind große Schäden an Natur und Klima, da Moore einerseits wichtige Kohlenstoffdioxid-Speicher (ein Hektar Moorfläche nimmt jährlich etwa 2 – 4 Tonnen CO2 auf) und andererseits Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten sind. Torfhaltige Blumenerde ist zwar gut zur Aufzucht von Pflanzen geeignet, allerdings gibt es bewährte torffreie Alternativen, sodass Freizeitgärtner ohne weiteres auf torfhaltige Produkte verzichten können.

Als Alternativen eignen sich besonders gut Kompost, aber auch Rindenhumus und Produkte aus Holzfasern, Kokosfasern, Chinaschilf- und Hanffasern. Alle Gartenfreunde, denen der Schutz der Moore als bedeutenden, vielfältigem Lebensraum und CO2-Speicher wichtig ist, sollten sich für torffreie Produkte entscheiden – Sie tun dem Klima und der Natur etwas Gutes!

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ obs

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