Stephani-Umritt in Altötting

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Der Umritt in Altötting

Altötting - Der zweite Weihnachsfeiertag, der "Stephanitag" wird ganz besonders gefeiert: Erst ein Gottesdienst, dann eine Mozart-Aufführung und anschließend zum Frühschoppen:

Der 2. Weihnachtstag ist nach alter Überlieferung in besonderer Weise dem ersten Märtyrer der Christenheit und Patron der „Rosserer“ – dem heiligen Stephanus - gewidmet. In der Wallfahrtsstadt Altötting, seit Jahrhunderten auch Zentrum eines bäuerlich geprägten Umlandes, hat dieser Feiertag noch einen hohen Stellenwert. Schon am frühen Morgen des „Stephanitags“ wird um 7 Uhr in der Stiftspfarrkirche mit dem Altöttinger Stadtpfarrer und Stiftspropst Günther Mandl ein festlicher Gottesdienst gefeiert, das sogenannte „Schimmelamt“. Vor Beginn der heiligen Messe zünden Bauern auf einem im Altarraum aufgestellten Rundtisch Kerzen für ihre Tiere an. Der Kapellchor mit Orchester bringt bei diesem Hochamt die Orgelsolomesse von W. A. Mozart zur Aufführung. Gerne nehmen die Gläubigen auch ein Fläschchen des geweihten Stephani-Wassers mit heim. Anschließend geht`s nach gutem alten Brauch zum Frühschoppen ins benachbarte Wirtshaus.

Am Nachmittag findet der Festtag um 14 Uhr mit dem vom Oettinger Heimatbund zum Stadtjubiläum 1998 wiederbelebten traditionellen Stephani-Umritt seinen würdigen Abschluss. Der Kapellplatz bietet dazu eine unvergleichliche Kulisse. Es werden zur diesem prozessionsartigen Umritt wieder mehrere Reitergruppen aus Altötting und den Nachbargemeinden erwartet, darunter auch einige Reiter in historischen Uniformen, dazu drei Festwagen. Nach dreimaliger Umrundung des Platzes erhalten Reiter, Rösser und Gespanne vor der Gnadenkapelle ihren Segen und ziehen dann wieder über den Tillyplatz hinaus zum Dultplatz.

Pressemitteilung Kulturverein Altötting

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