"Das Ergebnis macht sehr betroffen"

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Altötting - Erneut ist nur die Wahlbeteiligung Anlass zur Freude: Die FDP Altötting beklagt wie die gesamte Partei eine schmerzhafte Wahlniederlage.

Wie schon vor einer Woche kann sich der FDP Kreisverband Altötting nur über die hohe Wahlbeteiligung freuen. "Wir freuen uns, dass dieses Ergebnis auf einer stark gestiegenen Wahlbeteiligung basiert und damit das Demokratieverständnis der Bevölkerung doch besser ist als vielfach befürchtet", lobt Konrad Kammergruber, Kreisvorsitzender der FDP Altötting, in einer Stellungnahme. Das Wahlergebnis der Partei - im Stimmkreis wie im Bund - nennt die Kreis-FDP hingegen "schmerzhaft".

Kritik an "Anti-Zweitstimmen-Kampagne"

"Das Ergebnis macht uns Liberale sehr betroffen: es ist schmerzhaft zu erkennen, dass die Zustimmung zu unserer Politik so stark zurückgegangen ist", so Kammergruber. Aus Sicht des Kreisverbands sei dies "die Quittung dafür, dass die Versprechen der FDP vor der letzten Wahl nicht eingehalten wurden, dass wir zu wenig Profil in der Regierungsarbeit gezeigt haben, zu wenig umsetzen konnten, was mit den Liberalen in Verbindung gebracht wird". Andererseits müsse sich auch bei den anderen Parteien, die vor der aktuellen Wahl Versprechen gemacht haben, erst noch zeigen, ob sie diese halten können.

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Kammergruberbeklagt die geringe Unterstützung seitens der Bundeskanzlerin sowie der CSU. "Die Anti-Zweit-Stimmen-Kampagne am Ende des Wahlkampfes könnte zum Eigentor werden: Hätte die FDP nur wenig mehr Stimmen, dann wäre sie Koalitionspartner und man könnte mit einer auskömmlichen konservativen Mehrheit regieren", sagt der Kreisvorsitzende. Für Kammergruber sind die nun möglichen Koalitionen mit "hohen Unsicherheiten" behaftet.

"Standortbestimmung in der Opposition"

Kammergruber schwebt ein Neuanfang der Liberalen vor: "Wir werden die nächsten Oppositionsjahre nutzen für eine Standortbestimmung und eine Neuausrichtung einer liberal orientierten, modernen und zukunftsfähigen Politik."

Die FDP konnte sich im Wahlkreis Altötting nicht dem bundesweiten Trend entziehen. Mit 3,93 Prozent der Zweitstimmen landete sie nur auf Rang fünf und damit noch hinter der AfD mit 4,06 Prozent. Direktkandidat Ulrich Kastner, dem Kammergruber in seiner Stellungnahme seinen Dank aussprach, erreichte mit 2,07 Prozent der Erststimmen gar nur Rang acht.

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