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Campus am Schulzentrum? Wird die Kardinal-Wartenberg-Straße für den Verkehr gesperrt?

Verkehrssituation im Bereich des Altöttinger Schulzentrums: „Erhebliche Defizite“

Ein Campus am Schulzentrum in Altötting? Dafür müsste die Kardinal-Wartenberg-Straße gesperrt werden.
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Die Kardinal-Wartenberg-Straße könnte gesperrt werden. Der Wunsch bei den Schulleitern ist, dass hier ein Campus entsteht. Dann müssten auch die Stellplätze weichen.

In der Stadtratssitzung am Dienstag 11. Mai wurde dem Altöttinger Gremium ein Ergebnisbericht der Verkehrsuntersuchungen zum Schulzentrum präsentiert. Einigkeit herrschte über Handlungsbedarf, jedoch wurde besonders der untersuchte Bereich kritisiert.  

AltöttingBürgermeister Stephan Antwerpen spricht aus eigener Erfahrung. Jahrelang war er als Lehrer tätig und kennt die Verkehrsprobleme am Schulzentrum daher umso besser. „Der Handlungsbedarf ist schon länger da. Dort gibt es erhebliche Defizite“, so das Stadtoberhaupt in der Stadtratssitzung. Dass bislang noch keine schweren Unfälle passiert seien, würde am dichten Verkehr liegen. Die Verkehrsteilnehmer könnten sich sowieso nur im „Schildkrötengang“ fortbewegen.

Erhebliche Defizite beim Verkehr am Schulzentrum in Altötting

Das Problem hat auch das Landratsamt Altötting erkannt und eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Da die Verkehrsströme auch das Stadtgebiet beeinflussen, präsentierte Sibel Aydogdu von der durchführenden Firma Schlothauer & Wauer, auch dem Altöttinger Gremium die Ergebnisse. Zusammenfassend bestehend demnach Defizite und Verbesserungspotential im Bestand. Zusätzlich ist zukünftig mit einer Verkehrsmengenzunahme und einer Verschärfung der Situation zu rechnen.

Bei der Untersuchung wurden auch die Planfälle einer möglichen Verlegung der FOS/BOS in den Schulneubau beziehungsweise der Realschule in den Neubau und die Verlegung der FOS/BOS auf den alten Standort der Realschule. In beiden Varianten ist mit einem ähnlichen Verkehrsaufkommen zu rechnen. Zwar würden bei einer Realschule altersbedingt weniger Schüler selbst zur Schule fahren, dafür gebe es viel mehr Elterntaxis. Man müsse hier lediglich die Parksituation berücksichtigen.

Nach Verkehrsschau: „Es entstehen kritische Situation“

Die Erkenntnisse einer Verkehrsschau im September ergaben folgende Probleme: eine Verflechtung von Fußgänger-, Radfahrer- und Autoverkehrsströmen, eine Überlastung der Stellplätze, ein hohes Aufkommen an Hol- und Bringverkehr, das Fehlen von sicheren Radverkehrsanlagen, ein Fehlen von sicheren Überquerungsanlagen, weitere Defizite im Bushaltestellenbereich sowie der schleichende Verkehr zu den Stoßzeiten. Oft seien fünf Busse hintereinander gefahren, obwohl nicht mal genug Platz für einer wäre. „Es entstehen kritische Situation“, so Aydogdu.

Um die Probleme zu lösen hat die Firma auch Lösungsvorschläge erarbeitet. Eine Möglichkeit wäre die Kardinal-Wartenberg-Straße für den Verkehr zu sperren. Dort könnten dann lediglich Bushaltestellen integriert werden. Um die wegfallenden Stellplätze zu kompensieren, müsste dann ein Parkdeck entstehen. Neben einer Sicherung für Rad- und Fußverkehr könnten auch zusätzliche Elternhaltestellen an der Neuöttinger Straße entstehen.

Lösungen passen nicht zu Campus-Plänen

Eine Schwierigkeit sieht Antwerpen in den unterschiedlichen Altersstrukturen der sechs Schularten. Eine Sperrung der Kardinal-Wartenberg-Straße würde er begrüßen, allerdings auch für den Busverkehr. „Die Berufsschule haben keine Plätze für ihre Pausen. Alle Schulleiter haben hier den Wunsch geäußert, die Straße in einen Campus umzugestalten“, berichtet der Bürgermeister. Mit der Verlegung der FOS/BOS würde es aber auf alle Fälle neue Möglichkeiten geben.

Cristian Pöllner (CSU) sieht eher die Notwendigkeit den Verkehr aus der Stadt zu bekommen. Das Gebiet sei sehr eng. Vielleicht müsste das Landratsamt das Untersuchungsgebiet nochmal ausweiten. In der Studie wurde u.a. die Bundes- und Staatsstraße nicht berücksichtigt. Die Busse müssten zwischen Schulzentrum und Hallenbad in einer Art Kreisverkehr durchgeführt werden. Das wäre das Allerwichtigste.

Unbequemlichkeiten für Autofahrer?

Holger Gottschalk (SPD) halte einen Campus für „einen wichtigen Schritt“. Ebenso müsste es eine Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs geben. Marcel Seehuber (Die Liste) stimmte seinen Vorrednern zu und ergänzte, dass den Autofahrern die „Bequemlichkeit genommen“ werden müsste. Man müsse es laut Antwerpen hier den Parkern so unangenehm wie möglich machen und für die anderen Verkehrsteilnehmer einfacher. Dann könnte man den Verkehr raus bekommen.

Auch die Freien Wähler sehen das ähnlich. All diese Ansätze hätten sie schon immer gefordert. Anton Dingl forderte zusätzlich, dass Altötting nun endlich ihre Hausaufgaben in Sachen Verkehrskonzept für das ganze Stadtgebiet erledigen müsste, sonst würden evtl. Sachen verbaut werden. Die Ergebnisse würden danach schreien, endlich aktiv zu werden. Man sollte sich dem Landratsamt anschließen und ein Konzept für den gesamten Verkehr voranbringen.

Einig waren sich alle, dass Handlungsbedarf besteht. Aus den Einwänden der Stadtratsmitglieder erstellt die Stadt nun eine Stellungnahme, die dem Landratsamt vorgelegt wird.

jz

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