„S‘ gibt koa schlechts Weda, bloß a schlechts Gwand!“

Gautrachtenfest in Altötting ein voller Erfolg

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Altötting - Ihre gute Laune ließen sich die vielen Trachtler vom üblen Wetter am Sonntag nicht vermiesen! „S‘ gibt koa schlechts Weda, bloß a schlechts Gwand!“, meinte beispielsweise eine Gruppe von Hartgesottenen aus dem Raum Berchdesgaden.

Mit bis zu 8000 Aktiven hatten die Organisatoren im Vorfeld des Umzuges und des Gottesdienstes auf dem Kapellplatz geplant, geworden sind es wegen des Regens etwas weniger. Zwar versuchten die Veranstalter dem größten Regen zu entgehen, indem sie den Festumzug etwas nach hinten schoben, doch erst während der Messe mit Altöttings Stadtpfarrer Günther Mandl auf dem Kapellplatz hatte die Heilige Muttergottes von Altötting die Gebete der Trachtler erhört und das Wetter wurde schlagartig besser! 

Die Minen der Trachtler hellten erst recht auf, als Ministerpräsident Markus Söder im Anschluss an den Segensspruch von Altöttings Stadtpfarrer Günther Mandl das Wort ergriff: „Überall wird man nach Dirndl und Lederhose gefragt, ihr seid Bayern!“, lobte der Franke die oberbayerischen Trachtler. Anschließend gings in die beiden Festzelte auf dem Dultplatz, die sich nach und nach füllten. Der Ministerpräsident genoss mit der regionalen Politprominenz das Bad in der Menge.

Gautrachtenfest in Altötting

Gauvorstand Peter Eicher hatte bereits am Tag zuvor erst die Medallie des Bundesverdienstordens für sein ehrenamtliches Engagement des Gautrachtenverbandes I erhalten . Der 74-Jährige freute sich, dass er in seiner langjährigen Tätigkeit für die oberbayerischen Trachtler so einen Aufschwung der bayerischen Traditionen mitgestalten durfte. Als Eicher 1965 bei „D’Weikertstoana“ Mitglied und kurz darauf Vorplattler wurde, war es um das Traditionsbewusstsein noch nicht so gut bestellt, wie heute. 

Die Ortsvereine bekommen in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr Zulauf: „Es liegt aber auch an der guten Arbeit vor Ort, wo immer viel unternommen wird!“, wusste der Gauvorstand sein Verdienst an die vielen Trachtler weiterzugeben. Das hörte Robert Gerhard, Vorstand des Altöttinger Volkstrachtenvereins sehr gerne. Zwar hatte der Wettergott seinen Geburtstag am Sonntag sehr zweifelhaft beginnen lassen, letzten Endes haben sich die monatelangen Vorbereitungen aber gelohnt und es wurde noch ein rauschendes Fest.

pbj

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