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Altöttingerin kommt um Strafe nicht umhin

Tragischer Unfall vor Gericht: „Fünf Tage Klinik sind was anderes, als wenn man tot ist“

Unterneukirchner (90) und Beifahrerin (84) in Auto eingeklemmt und schwer verletzt
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Der Toyota, in dem am 31. Dezember 2021 auch die Frau aus Winhöring saß, die an den Unfallfolgen später verstarb. Jetzt wurde am Amtsgericht Altötting gegen die Verursacherin verhandelt.

Beim Einbiegen auf die B299 hatte eine 80-Jährige kurz nicht aufgepasst, schon krachte es: in der Folge verlor eine Frau ihr Leben - ein Unfall, der „jedem passieren könnte“, wie auch das Altöttinger Amtsgericht jetzt meinte. Eine Strafe blieb der Verursacherin trotzdem nicht erspart...

Altötting - Für nur einen Moment achtete sie nicht auf den Verkehr, als eine heute 80-Jährige am 31. Dezember 2021 von Osterwies auf die B299 bei Altötting einbog - schon wurden die beiden Senioren in einem Toyota auf der Vorfahrtsstraße schwer verletzt. Die Beifahrerin, eine 84-Jährige aus Unterneukirchen verstarb darauf am 14. Januar im Krankenhaus an den Folgen. Am Mittwoch (14. Dezember) wurde nun vor dem Altöttinger Amtsgericht verhandelt.

Tödlicher Unfall bei Altötting vor dem Amtsgericht

Auch wenn es ein Unfall war, der praktisch jedem passieren könnte, wie Richter Günther Hammerdinger anmerkte: „Bei sowas kann man von einer Strafe nicht absehen.“ Dass sie am Unfall schuld ist, das bezweifelte auch die Angeklagte aus Altötting nicht. Nur die von der Staatsanwaltschaft im Strafbefehl festgesetzte Geldstrafe war der 80-Jährigen zu hoch. Richter Hammerdinger machte ihr und Verteidiger Wolfgang Stinglwagner aber früh klar: „Die Strafe ist schon am ganz untersten Rand.

Die 3600 Euro Geldbuße wurden von der Altöttinger Rentnerin schließlich akzeptiert. Dazu kommen drei Monate Fahrverbot. Anwalt Stinglwagner führte noch ins Feld, dass sich auch seine Mandantin mehrere Rippen brach, ins Krankenhaus musste und noch heute damit zu kämpfen hat - doch das Gericht entgegnete unbeeindruckt: „Fünf Tage Krankenhaus sind was anderes, als wenn man tot ist.“

„Eine Geschichte mit drastischen Folgen, aus einer kurzen Unaufmerksamkeit heraus“

Hinzu kommt, dass die 80-Jährige nun schließlich nicht nur der fahrlässigen Tötung schuldig ist, sondern auch der fahrlässigen Körperverletzung. Denn auch der Fahrer des Autos, in den die Rentnerin hineinkrachte, zog sich einen Rippenbruch, einen Brustbeinbruch und eine Herzprellung zu. Alle Beteiligten vor dem Altöttinger Amtsgericht waren sich am Mittwoch aber in den Worten von Verteidiger Stinglwagner einig: „Es war eine Geschichte mit ganz drastischen Folgen, aus einer ganz kurzen Unaufmerksamkeit heraus.

xe

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