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Altöttinger organisiert Spendenlauf für Kinderkrebshilfe BALU

Stand der Dinge: „Was sich inzwischen getan hat? Eine ganze Menge!“

Michael Nitzsche organisiert in Altötting einen Spendenlauf für die Kinderkrebshilfe BALU.
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Michael Nitzsche organisiert in Altötting einen Spendenlauf für die Kinderkrebshilfe BALU.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Am 18. September ist es soweit: 100 Teilnehmer des „einfach einhundert“-Laufs legen sich für an Krebs erkrankte Kinder ins Zeug! innsalzach24.de hat sich bei Organisator Michael Nitzsche über den Stand der Dinge informiert. (Plus-Artikel - Alle Informationen zu Anfahrt usw. auf https://einlaufen.de/einhundert/ )

Altötting - „Was sich inzwischen getan hat? Eine ganze Menge!“, lacht Michael Nitzsche zu Beginn des Gesprächs mit innsalzach24.de. „Wo soll ich nur anfangen? Nach dem Bericht auf innsalzach24.de Ende Juli gingen die Anmeldungen durch die Decke!“ Die insgesamt 100 Starplätze seien binnen kurzer Zeit besetzt gewesen. „Wir haben jetzt eine Warteliste“, so der 37-Jährige, „Das und auch das Ausmaß, dass das Ganze inzwischen angenommen hat, hätte ich mir am Anfang nie zu erträumen gewagt!“

Spendenlauf für Kinderkrebshilfe „BALU“ in Altötting am 18. September - So laufen die Vorbereitungen

Die Idee für den Spendenlauf unter dem Motto „einfach einhundert“ kam Nitzsche vor etwa einem Jahr. Er war 70 Kilometer von Altötting zum Chiemsee gelaufen. Sportlich wollte er danach unbedingt die 100 erlaufen. Irgendwann kam seine Frau Lisa auf die Idee für einem Spendenlauf für die Kinderkrebshilfe BALU. Für jede absolvierte Runde aller Teilnehmer zahlen überwiegend regionale Sponsoren einen gewissen Betrag. Der Organisator selbst will 50 Runden a zwei Kilometer absolvieren und einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Die Kinderkrebshilfe BALU sei von der Idee sofort begeistert und überrascht vom großen Interesse gewesen.

Die Strecke befindet sich im Südwesten der Stadt, am Kreuzweg. „Sie ist inzwischen vom Deutschen Leichtathletikverband offiziell vermessen und als wettbewerbstauglich befunden worden!“, berichtet Nitzsche. Durch die Aufteilung in Runden kann sich jeder Teilnehmer einteilen, wie viel sie oder er davon beschreiten will. „Wir haben auch Teilnehmer, die beispielsweise aus körperlichen Gründen nur einen Teil bewältigen können, trotzdem aber das Geld für die restlichen Runden spenden.“ Außerdem kann die Strecke sowohl laufend als auch gehend absolviert werden. Letztere Option wählt etwa auch Nitzsches Mutter.

Datum bewusst gewählt

Das Datum, der 18. September, hat Nitzsche bewusst ausgewählt. „Der Lauf findet an meinem Geburtstag statt. Ich selbst mag keine große Feierei, aber jede absolvierte Runde ist ein Geschenk für mich“, so der Altöttinger. Zufällig fällt das auch in den „Childhood Cancer Awareness Month“ - den „Monat zur Aufklärung über Krebs im Kindesalter“, der sich im englischsprachigen Raum in den letzten Jahren etabliert hat. „Außerdem ist mit dem Ende der Sommerhitze nun auch der Beginn der Saison für Laufwettbewerbe“, bemerkt Nitzsche. „Am selben Tag findet auch ein großer Wettbewerb in Berlin statt, dass wir trotzdem so viel Interesse finden ist daher natürlich klasse!“

Neben dem Training für die Veranstaltung, immerhin zehn Stunden pro Woche, ist Nitzsche auch von der Organisation dafür eingenommen. „Als immer mehr Leute sich meldeten habe ich beschlossen, dass ich sie kennenlernen will. Warum nehmen sie teil? Also folgten eine ganze Reihe von Telefonaten. Ein paar davon habe ich auch aufzeichnen und auf der Homepage für den Lauf veröffentlichen dürfen“, berichtet Nitzsche. Der ITler, der für eine Firma aus Mühldorf am Inn arbeitet, ließ es sich nicht nehmen die Veranstaltung vor allem auch medial zu begleiten. Neben der regelmäßig mit Neuigkeiten aktualisierten Website gibt es noch einen Newsletter und sogar eine App, die er eigens programmiert hat. „Diese bietet allerlei Funktionen für ein ordentliches Training.“

Veransaltungsplanung und -Konzept fordernd

Daneben galt es auch die Veranstaltung bei den zuständigen Behörden anzumelden und ein entsprechendes Konzept einzureichen. „Wegen der anhaltenden Pandemie gab es für uns die Auflage, dass immer nur 10 Teilnehmer pro halber Stunde starten dürfen.“ Auch ein Hygienekonzept sei nötig gewesen. „Es stellt sich außerdem heraus: Weil weiterhin großzügigere Beschränkungen bei der Personenzahl für Veranstaltungen im Freien gelten, ist an mietbare Pavillons so gut wie nicht zu kommen.“ Auch Toiletten hätten beispielsweise organisiert werden müssen. „Da hat ein lokales Unternehmen uns freundlicherweise besonders schöne mobile Toiletten zu einem ermäßigten Preis zugänglich gemacht.“

Michael Nitzsche und seine Frau Lisa.

Überhaupt habe es eine Menge an Spendenbereitschaft, nicht nur für die Spendenaktion an sich, durch lokale Unternehmen gegeben. „Individuell bedruckte T-Shirts für die Teilnehmer, Energieriegel und Obst für unterwegs, Liegestühle zum Ausruhen, alles mögliche wurde von allen möglichen Firmen gespendet“, berichtet Nitzsche begeistert. Vor allem aber begeistere ihn wie viele Geldspenden schon an BALU eingingen. „19.300 Euro werden es nach dem aktuellen Stand sein!“ Überrascht habe ihn auch die Vielfalt unter den Teilnehmern: „Jung und alt sind vertreten, der jüngste Teilnehmer ist 16, der älteste 76!“

Nun sind es also noch etwa zwei Wochen, bis es losgeht. „Das bedeutet zunächst einmal eine Erleichterung für meine Familie: Denn jetzt dann geht es in die sogenannte Regenerationsphase, das bedeutet die mehrstündigen Trainingseinheiten jeden Tag sind erstmal vorbei.“ Bei aller Vorfreude, einen kleinen Wermutstropfen gibt es für Nitzsche doch: „Wenn es dann am 18. September soweit ist, werde ich das Heft der Organisation aus der Hand geben müssen“, seufzt er, „Denn als Teilnehmer kann ich ja nicht gleichzeitig Veranstaltungsleiter sein. Das übernehmen meine Frau, sowie Freunde und Bekannte, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin.“

hs

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