Bischof Oster verkündet Personalentscheidungen:

Generalvikar Dr. Klaus Metzl wird Stadtpfarrer und Administrator in Altötting

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von links: Personalreferent und designierter Generalvikar Josef Ederer, Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Generalvikar und designierter Stadtpfarrer und Administrator von Altötting

Passau/Altötting -  Generalvikar Dr. Klaus Metzl wird zum 01. September 2020 Stadtpfarrer und Administrator in Altötting undDomkapitular Josef Ederer wird zum 01. Juni 2020 neuer Generalvikar des Bischofs von Passau.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die Dekane, Domkapitulare sowie die Mitglieder des Ordinariatsrates im Bistum Passau haben sich zu ihrer Herbstkonferenz im Priesterseminar am Domplatz getroffen. Zu Beginn hat Bischof Dr. Stefan Oster zwei weitreichende Personalentscheidungen verkündet. Generalvikar Dr. Klaus Metzl (54) wird zum 01. September 2020 Stadtpfarrer und Administrator in Altötting, nachdem Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl altersbedingt den Bischof um seinen Rücktritt gebeten hat. „Seit fünf Jahren weiß ich, dass es der Herzenswunsch von Generalvikar Dr. Klaus Metzl ist, in Altötting bei der Mutter Gottes wieder pastoral wirken zu können. Es fällt mir nicht leicht, ihn jetzt gehen zu lassen, weil ich ihm viel verdanke. Und doch freue ich mich für ihn, dass er dann wieder ganz Pfarrer sein kann“, so Bischof Oster. Er dankte Metzl für seinen treuen Dienst in den letzten fünf Jahren. „Er war einer der wichtigsten Menschen, die mir geholfen haben hier im Bistum anzukommen, und der mir auch gezeigt hat, wie Bischof sein geht“, erinnert sich Bischof Oster mit einem Lachen. 

Insgesamt rund 15 Jahre (im März 2020) hat Generalvikar Dr. Klaus Metzl den Bischöfen em. Wilhelm Schraml und Bischof Dr. Stefan Oster als Generalvikar und „alter ego“ gedient. „Ich durfte sehr vieles lernen in dieser Zeit und bin dankbar um das vertrauensvolle, gemeinsame Ringen für den Glauben und die Kirche von Passau“, so Metzl. Zu seinen persönlich schönsten Erlebnissen als Generalvikar gehörten der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Altötting im Jahr 2006 und auch die Weihe von Bischof Dr. Stefan Oster SDB im Mai 2014. Jetzt freue er sich auf die neue Herausforderung „und vor allem wieder in die Pastoral vor Ort gehen zu können. Altötting und die Mutter Gottes waren mir schon in meiner Kaplanszeit im Wallfahrtsort etwas Vertrautes. Ich freue mich sehr darauf.“ Das Amt als Domkapitular legt Generalvikar Dr. Klaus Metzl ab September 2020 ebenfalls nieder. 


Als nächster Generalvikar wird Domkapitular Josef Ederer (50) berufen. Der Personalreferent des Bistums ist seit 2014 Mitglied des Domkapitels.

Vita Generalvikar Dr. Klaus Metzl 

Prälat Dr. Klaus Metzl ist seit März 2005 Generalvikar. Der 1965 geborene Priester war zu diesem Zeitpunkt einer der jüngsten Generalvikare in den deutschen Bistümern. Geboren in Tann (Landkreis Rottal-Inn) wuchs Metzl im nahegelegenen Taubenbach auf. Nach dem Abitur im Spätberufenenseminar St. Josef in Fockenfeld studierte er Katholische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Philosophie an der Jesuitenhochschule in München. Als Priesteramtskandidat der Diözese Passau gehörte er dem Herzoglichen Georgianum an. 1993 folgte seine Priesterweihe. Danach war er drei Jahre Kaplan in Altötting, bevor ihn das Bistum 1996 zum weiteren Studium an der Universität München freistellte. Metzl promovierte beim jetzigen Präfekten der Glaubenskongregation, Dr. Gerhard Ludwig Kardinal Müller, im Fach Dogmatik und war zugleich Subregens im Georgianum. Nach seiner Dissertation kehrte er zurück in seine Heimatdiözese und wurde Stadtpfarrer in Landau - St. Maria. Papst Benedikt XVI. hat den Priester im Oktober 2007 für seinen Einsatz mit dem Titel "Päpstlicher Ehrenprälat" ausgezeichnet. Seit Mai 2008 gehört der Generalvikar auch dem Domkapitel zum heiligen Stephan in Passau an. Bischof Wilhelm Schraml hatte ihm das Kanonikat frei übertragen. 

Als Generalvikar war Dr. Klaus Metzl beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in Altötting und Marktl im Jahre 2006 für die Gesamtkoordination verantwortlich. Sein Anliegen war es, wie er selbst einmal sagte, „dass sich der Heilige Vater bei uns im Bistum Passau daheim fühlen kann". 

Nach einer grundsätzlichen Reform des Organigramms des Bischöflichen Ordinariates im Jahr 2007 zogen im darauffolgenden Jahr große Teile der Bistumsverwaltung in das neu errichtete Ordinariatsgebäude im ehemaligen Knabenseminar St. Valentin an den Domplatz 7. 

Mit 1. Januar 2010 wurden die Dekanate von 17 auf 10 konzentriert. Zum 1. März 2012 stellte Metzl sein Konzept für die Neuordnung der Pfarrverbände vor, mit dem 285 Pfarreien und 20 Exposituren zu 87 Pfarrverbänden neu geordnet werden sollen. 

Im gleichen Jahr wurde er zum Komtur des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 12. Mai 2012 in St. Michael (Jesuitenkirche) in München durch Reinhard Kardinal Marx, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Seit 2013 ist Metzl Prior der Komturei St. Michael in Passau. 

Mit der Annahme des Amtsverzichts von Bischof Wilhelm Schraml durch Papst Benedikt XVI. am 1. Oktober 2012 endete auch Metzls Amtszeit als Generalvikar. In der Zeit, als Bischof Wilhelm Schraml Apostolischer Administrator war, fungierte Metzl als dessen Ständiger Vertreter. Nach der Entpflichtung von Bischof Schraml als Apostolischer Administrator im September 2013 wurde Metzl vom Domkapitel zum Diözesanadministrator gewählt. So leitete er das Bistum Passau von September 2013 bis April 2014 – bis zur Amtseinführung Stefan Osters SDB als neuem Bischof von Passau am 24. Mai 2014. Einen Tag nach seiner Bischofsweihe gab Oster bekannt, dass er Prälat Dr. Klaus Metzl zu seinem Generalvikar bestimmt. 

Vita Personalreferent Josef Ederer 

Domkapitular Josef Ederer ist seit 1. September 2014 als Personalreferent in verantwortlicher Position als Hauptabteilungsleiter im Bischöflichen Ordinariat in Passau. Der 50-jährige gebürtige Chamer wurde am 1. Juli 1995 vom damaligen Diözesanbischof Dr. Franz Xaver Eder zum Priester geweiht. Im Herbst 1995 wurde er Pfarradministrator in Neukirchen vorm Wald, ehe er im September 1996 als Kaplan nach Aufhausen wechselte. Von Generalvikar Lorenz Hüttner wurde ihm am 1. September 1999 die Pfarrei Regen übertragen. Zudem war Josef Ederer von 2005 bis 2014 Dekan im Dekanat Regen. Mit dem Wechsel 2014 nach Passau übernahm er die Leitung der Hauptabteilung Personal. Seit Oktober 2014 ist Josef Ederer außerdem Mitglied des Passauer Domkapitels. 

Stichwort Generalvikar 

Der "Codex Iuris Canonici" (CIC), das kirchliche Gesetzbuch, widmet dem "Vicarius generalis" einen eigenen Artikel (can. 475-481). Der Generalvikar ist der persönliche Stellvertreter des Bischofs in allen Verwaltungsaufgaben und handelt in dessen Auftrag und mit gleicher Vollmacht. Deshalb wird er gerne als das "alter ego", das andere Ich, des Diözesanbischofs bezeichnet. Der Generalvikar wird gemäß Codex vom Bischof "frei ernannt" und kann von ihm auch "frei abberufen" werden. Mit der Amtszeit oder dem Tod des Bischofs (Vakanz des bischöflichen Stuhles) enden automatisch auch seine Befugnisse. Dem Generalvikar kommt, von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen, kraft Amtes in der ganzen Diözese die ausführende Gewalt zu, die der Diözesanbischof von Rechts wegen hat. 

Pressemeldung des Bistum Passau

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