Spatenstich für zweite Wasseraktivkohleanlage

Baubeginn der PFOA-Filteranlage für Altötting und Neuötting

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Burkhard Anders, Geschäftsführer Dyneon GmbH, die Bürgermeister der Städte Altötting und Neuötting, Herbert Hofauer und Peter Haugeneder sowie Dominik Gschwendtner, Geschäftsleiter InfraServ, und Florian Bertl, Projektmanager InfraServ, (v.l.n.r.) beim Spatenstich für die zweite Wasseraktivkohleanlage im Öttinger Forst.

Öttinger Forst - Kommunen und Industrie trafen sich heute zum Spatenstich für die zweite stationäre Aktivkohlefilteranlage im Öttinger Forst. Damit soll auch für die Städte Altötting und Neuötting langfristig eine PFOA-freie Trinkwasserversorgung gesichert werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die Bauarbeiten für die Filtrationsanlage zur Versorgung der Gemeinden Burgkirchen und Kastl wurden bereits im letzten Monat aufgenommen. Beide Anlagen sind grundsätzlich gleich konzipiert, wurden jedoch individuell den Gegebenheiten der Wasserversorgung vor Ort angepasst. Die neue Wasseraktivkohleanlage für Altötting und Neuötting wird künftig das Wasser aus zwei Brunnen im Öttinger Forst reinigen. Sie ersetzt damit die aktuelle Interimsversorgung über die Tiefbrunnen in Osterwies.

Die Bürgermeister der Städte Altötting und Neuötting, Herbert Hofauer und Peter Haugeneder begrüßen diesen wichtigen Schritt:

„Trinkwasser ist unser höchstes Gut. Als Bürgermeister der Städte Altötting und Neuötting freut es uns deshalb besonders, dass in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Industrieunternehmen das Ziel erreicht werden konnte, durch den Bau der Aktivkohle-Filteranlage einenachhaltige Sicherung der Trinkwasserqualität für die Städte Altötting und Neuötting sowie die Gemeinde Winhöring zu gewährleisten, ohne dass unsere Bürgerinnen und Bürger durch den Bau und den Betrieb der Anlage in den nächsten fünfzig Jahren über die Wassergebühren oder Wasserbeiträge finanziell belastet werden. 

Durch die Aktivkohle-Filteranlage ist sichergestellt, dass das aus den beiden Brunnen im Öttinger Forst gewonnene Trinkwasser kein PFOA enthalten wird. Nach Inbetriebnahme der Anlage ist es möglich, die derzeitigen Fördermengen aus den Altöttinger Tiefbrunnen wieder deutlich zu reduzieren. Unser Dank gilt allen Beteiligten für das kooperative und faire Miteinander bei der Vertragsgestaltung und für die gute und konstruktive Zusammenarbeit bei der Planung der Anlage.“

Die Filterung mit Aktivkohle ist ein weltweit erfolgreich eingesetztes Verfahren, um PFOA vollständig aus dem Trinkwasser zu entfernen, während wertvolle Mineralien enthalten bleiben. Die Anlagen, die mit mehreren Filterstraßen, bestehend aus Arbeitsfiltern und zusätzlichen Sicherheitsfiltern ausgestattet sind, werden zusätzlich mit UV-Desinfektionseinrichtungen gegen Keime abgesichert.

Mitte 2020 wird die neue Anlage voraussichtlich in Betrieb gehen.

Technische Informationen 

• Die Anlage (23x17x12 Meter) verfügt über drei Filterstraßen bestehend aus Arbeitsfiltern und zusätzlichen Sicherheitsfiltern

• Das Wasser wird mit Hilfe von ultraviolettem Licht zunächst desinfiziert, um eine Keimbesiedelung der A-Kohlefilter zu verhindern. Nach der Filtration wird das Wasser nochmals desinfiziert und belüftet, bevor es über in das Versorgungsnetz gepumpt wird

• Für die Anlagenkapazität und das Anlagendesign wurde im Regulärbetrieb bis zu 7800 cbm/Tag Trinkwassermenge zu Grunde gelegt. Die Anlage ist so dimensioniert, dass auch künftig möglicherweise größere Wassermengen behandelt werden können.

Pressemitteilung der M3 Öffentlichkeitsarbeit

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