Großes Versprechen an Angestellte und Patienten

Neuer Vorstandvorsitzender des Innklinikums: Das sind seine Pläne

Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum Altötting und Mühldorf, betonte auf der Pressekonferenz zum Anlass seiner Amtseinführung am Mittwoch, 9. September, es solle keinen Abbau von Mitarbeitern oder Streichung von medizinischen Angeboten geben, um Kosten und Umsätze zu optimieren.
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Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum Altötting und Mühldorf, betonte auf der Pressekonferenz zum Anlass seiner Amtseinführung am Mittwoch, 9. September, es solle keinen Abbau von Mitarbeitern oder Streichung von medizinischen Angeboten geben, um Kosten und Umsätze zu optimieren.

Altötting - Thomas Ewald, der neue Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum Altötting und Mühldorf versprach bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, Patienten und Mitarbeiter müssten keine Einschnitte befürchten.

Pressemitteilung des InnKlinikum Altötting und Mühldorf:


  • Seit 07. September 2020 ist Thomas Ewald als Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum Altötting und Mühldorf tätig. Die Landräte der Landkreise Altötting und Mühldorf, Erwin Schneider und Max Heimerl, wünschten dem 45-Jährigen auch in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Klinik-Verwaltungsrats einen guten Start und viel Erfolg. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Herrn Thomas Ewald den richtigen Mann an der Spitze unseres InnKlinikum haben”, erklärte der Landrat des Landkreises Altötting, Erwin Schneider. Dies bekräftigte auch Max Heimerl, Landrat des Landkreises Mühldorf, und ergänzte: „Herr Ewald hat eine sehr anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Unter seiner Führung wird es gelingen, die ehemals eigenständigen Landkreiskliniken zu einem gemeinsamen Haus zusammenzuschmieden.” Thomas Ewald bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, dass für ihn an erster Stelle die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Bürger der Landkreise Altötting und Mühldorf stehe. „Eine weitere wichtige Aufgabe ist natürlich die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des InnKlinikum”, so der Vorstandsvorsitzende. Dank und Anerkennung sprachen die beiden Landräte dem Interims-Vorstandsvorsitzenden Dr. Simon Machnik aus, der seine Aufgabe in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie hervorragend erfüllt habe. Er und Thomas Ewald hatten in enger Abstimmung in den zurückliegenden Monaten viele wichtige Entscheidungen getroffen und den Weg für eine erfolgreiche Zukunft des größten Gesundheitsversorgers der Inn-Salzach-Region bereitet.

Neuer Vorstandvorsitzender des Innklinikums:


„Oberstes Ziel ist es, die bestmögliche Gesundheitsversorgung zu bieten", betonte Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums Altötting und Mühldorf auf der Pressekonferenz zum Anlass seiner Amtseinführung am Mittwoch, 9. September. "Das haben bereits die beiden Landräte im Rahmen der Fusion betont und ich kann mich dem nur anschließen." Bemühungen, Umsätze und Kosten zu optimieren würden auf keinen Fall zu Mitarbeiterabbau oder dem Streichen von medizinischen Angeboten führen.

Thomas Ewald, neuer Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums: Kein Mitarbeiterabbau oder Streichung von Angeboten

Er bringt umfangreiche Erfahrungen im privaten Klinikwesen mit. Er war zunächst sechs Jahre bei den Schön-Kliniken, dann elf Jahre bei den Sana-Kliniken, davon die letzten vier Jahre als Regional-Geschäftsführer verantwortlich für die Region Stuttgart mit sechs Standorten. „Nach insgesamt 18 Jahren Tätigkeit für private Träger bin ich nun also bei einem kommunalen", stellt er fest. Seine Prägung aus der privatwirtschaftlichen Gesundheitsversorgung bedeute aber keineswegs, dass er nun angetreten sei, einen harten Sparkurs mit gnadenlosen Einsparungen zu fahren.

Thomas Ewald löst als Vorstandsvorsitzender Dr. Simon Machnik ab.

„Es wird hier nicht mit Gewalt saniert werden, um ein wirtschaftliches Ziel zu erreichen“, betont Ewald. Seine Erfahrungen im privaten Sektor hätten ihn vielmehr ein bedachtes Vorgehen gelehrt. „Nehmen wir meine Zeit bei den Sana-Kliniken. Da standen wir als Arbeitgeber in Konkurrenz mit zahlreichen benachbarten Kliniken. Wir konnten es uns also gar nicht leisten, unsere Mitarbeiter nicht bestmöglich zu behandeln, sonst wären die sofort weg gewesen!"

Kosten müssen reduziert und Umsätze optimiert werden - Aber nicht auf Kosten von Mitarbeitern und Patienten

Klar sei aber auch: Es müssen Kosten reduziert und Umsätze optimiert werden. "Das wird aber alles in Absprache mit sämtlichen betroffenen Stellen, unter Einbeziehung der Mitarbeiterschaft und mit dem Patientenwohl im Blick geschehen." Um die Kosten zu reduzieren gäbe es beispielsweise die Möglichkeit, derzeit noch vorhandene Doppelstrukturen mit der Zeit zusammenzuführen. "Beispielsweise in der Verwaltung."

Bereits die damaligen Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn, Erwin Schneider und Georg Huber hatten betont, es solle im Zuge der Fusion keinen Mitarbeiterabbau oder Einschnitte beim medizinischen Angebot geben.

Die Steigerung der Umsätze wiederum solle durch eine Anpassung und Verbesserung des medizinischen Angebots geschehen. „Wachstumsfelder sind Herz, Lunge, Onkologie und Altersmedizin. Das werden wir ausbauen.“ So solle erreicht werden, dass wieder mehr Patienten sich in den Kliniken vor Ort, statt beispielsweise in München behandeln lassen. „Bestimmte Spezialfelder, die wir hier nicht anbieten können, wird es aber natürlich immer geben.“

Corona-Krise war finanzielle Belastung

Auf keinen Fall würden bestehende Angebote wegfallen. „Was, wie schon im Vorfeld angekündigt wurde, passieren wird, ist dass es eine Schwerpunktbildung für bestimmte Bereiche geben wird, die dann nur noch an einem Standort angeboten wird“, berichtet Ewald. „Beispielsweise ist die Urologie jetzt in Mühldorf, die Gefäßchirurgie in Altötting. Das ist eine wichtige Profilbildung für die Standorte." Die Entbindungsstation solle im Übrigen bis zum Ende des Jahres voraussichtlich wieder den Betrieb aufnehmen.

Eine zusätzliche finanzielle Belastung sei zweifellos die Corona-Krise. „Da gibt es ja aber bereits Unterstützungsmaßnahmen von Bund und Land, die uns sehr helfen“, berichtet Ewald. „Allerdings ist dabei so etwas wie die Umfunktionierung des Mühldorfer Klinikums in einen Betrieb rein für die Behandlung von CoVid-Patienten nicht vorgesehen", räumt er ein. "Da muss noch nachgebessert werden." Dies hatte auch bereits sein Vorgänger Machnik betont. Die Umstellung sei im Übrigen nur durch die Fusion möglich geworden und habe sich enorm bewährt.

Gebürtiger Traunsteiner wohnt nun in Neuötting

Der 45-jährige gebürtige Traunsteiner ist seit Montag, den 7. September, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums Altötting und Mühldorf. Er löst damit den übergangsweise tätigen Dr. Simon Machnik ab. „Meine ganze Familie besteht aus Medizinern, eigentlich wollte ich etwas anderes machen“, berichtet der Wirtschaftsjurist mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie. „Doch am Ende bin ich so doch wieder im Gesundheitswesen gelandet und ich bin sehr froh darüber.“

Nun lebt der Vater von zwei Kindern in Neuötting, seine Familie noch weiter in München. „Ich pendele da nun. Ich wollte sowohl meine elf und acht Jahre alten Söhne als auch meine Frau nicht aus dem gewohnten Umfeld einfach herausreißen“, berichtet Ewald. Früher oder später würde aber die gesamte Familie voraussichtlich in die Umgebung seines neuen Arbeitsplatzes umziehen. „Da müssen wir noch einen passenden Zeitpunkt abwarten.“

Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums Altötting und Mühldorf und Mike Schmitzer, Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Innklinikums auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

Insgesamt blicke er optimistisch in die Zukunft. „Der Innklinikum-Verbund hat enormes Potenzial und schon in der Vergangenheit wurden viele zukunftsweisende Entscheidungen getroffen, so dass wir auf einem guten Weg sind.“ Schon seine Einarbeitung und ersten Arbeitstage seien sehr gut gelaufen gewesen. „Nun will ich zusammen mit der Verwaltung und den Mitarbeitern des Innklinikums dessen Zukunft auf den Weg bringen.“

hs

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