18 Kommunen im Landkreis Altötting haben ihn weiterhin

Gelber Sack: Wie Sie mehr rein bringen, ohne dass er reißt

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Altötting – Nach langem Hin und Her haben sich nun alle 24 Kommunen im Landkreis entschieden, wie sie es ab dem 1. Januar 2021 halten wollen mit der Sammlung von Leichtverpackungen. Egal ob Gelber Sack oder Gelbe Tonne: Wie kann man Leichtverpackungen im Hausmüll am besten sammeln bis sie abgeholt werden? innsalzach24.de hat es getestet.

Alle der insgesamt 24 Kommunen im Landkreis haben sich mittlerweile entschieden, wie bei ihnen Leichtverpackungen künftig gesammelt werden sollen: entweder weiterhin mittels Gelbem Sack oder neu mittels Gelber Tonne. 18 Kommunen haben sich für den Gelben Sack entschieden. Burgkirchen an der Alz, Feichten, Kirchweihdach, Reischach, Tyrlaching und Unterneukirchen bevorzugen die Gelbe Tonne.

Ein langes Hin und Her

Eine Gesetzesänderung hatte es schließlich möglich gemacht und die Kommunen konnten selbst entscheiden, wie sie es ab dem 1. Januar 2021 gerne hätten in Sachen Sammlung von Leichtverpackungen. Leicht haben es sich die Vertreter in den Gremien der 24 Kommunen (Stadtrat, Marktgemeinderat, Gemeinderat) bei der Entscheidung nicht gemacht. Viele Kommunen setzten auf eine Bürgerbefragung und entschieden schließlich danach (Beispiel Burghausen).

Mindere Qualität vs. Stinkende Tonne

Mal ganz abgesehen von der Energiebilanz und den Kosten von Sack und Tonne gibt es jeweils deutliches Kontra: Der Sack sei von minderer Qualität und die Tonne könne zu stinken anfangen. Konkret: Der Sack reiße leicht auf und wenn er zur Abholung vor dem Haus liegt und der Wind bläst durch die Straße, dann sei es vorbei mit dem sauberen Siedlungsbild. Das sei erst recht der Fall, wenn die Säcke dann komplett aufreißen. Die Tonne dagegen berge die Gefahr, dass sie zu stinken beginnt wenn Reste in Joghurtbechern oder Katzenfutterdosen zu lange darin gammeln.

Recycling beginnt bei der Mülltrennung

Egal ob Sack oder Tonne: Recycling beginnt mit der Mülltrennung. Das bedeutet, dass was wiederverwertet werden kann und soll irgendwie bis zur Abholung oder eben zur „Entsorgung“ in der Gelben Tonne „aufbewahrt“ werden muss. Niemand wird wohl jeden Joghurtbecher einzeln in die Tonne werfen. Neben der Frage, wie man möglichst viel Plastikmüll vermeidet geht es darum: Wie kann man Leichtverpackungen im Hausmüll am besten sammeln, bevor sie entweder in den Gelben Sack oder in die Gelbe Tonne wandern?

"Die clevere Tonne"

"Die clevere Tonne" von Erfinder Mario Braun

Es seien die kleinen Dinge, die ihn und sein Team herausfordern, so Mario Braun, Tüftler aus Grenzach-Wyhlen im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, unseren Alltag ein stückweit besser zu machen. Eine Erfindung ist „Die Clevere Tonne“. Der Gelbe Sack und sein Fassungsvermögen wie auch seine Reißfestigkeit stehen dabei im Zentrum. Es geht darum, wie man möglichst viel Leichtverpackungen in einen Gelben Sack bringt und das ohne, dass er reißt.

Simpel und genial zugleich

"Die clevere Tonne" von Erfinder Mario Braun

Brauns Idee ist so genial wie simpel. Er nimmt einen sich nach oben verjüngenden Zylinder als Tonne. Oben und unten ist er offen. Der Gelbe Sack wird von unten mit dem weiteren Durchmesser nach oben mit dem engeren Durchmesser gestülpt. Ergebnis: Man kann reinstopfen, was geht. Die Plastikhaut des Gelben Sacks wird erst einmal nicht berührt weil ja „Die clevere Tonne“ dazwischen liegt. Mehr Kompression ist also möglich, was mehr Platz bedeutet. Am Ende nimmt man die Tonne raus und der Sack bleibt unverletzt. Innsalzach24.de hat diese Erfindung getestet, besser gesagt von David Pietzka vom Altöttinger Mieter Konvent (AMK) e.V. testen lassen.

Bis zu 2/3 weniger Verbrauch an Gelben Säcken, verspricht Tüftler Mario Braun. Das Fazit beim AMK nach dem Test: „Brauchbar“. Es brauche etwas Übung, aber dann würden deutlich weniger Gelbe Säcke anfallen, so Tester David Pietzka. Man versuche beim AMK freilich, Plastikmüll zu vermeiden und doch falle etwas an. 

Rubriklistenbild: © Raphael Weiß

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