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Bei Parkplätzen soll nachgebessert werden

Kosten für Umbau zur „Kita St.Raphael“ in Altötting liegen bei etwa 1,4 Millionen Euro

Erdgeschoß und Keller des 1997 errichteten Wohnheims werden für 1,4 Millionen Euro zur
KiTa umgebaut.
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Erdgeschoß und Keller des 1997 errichteten Wohnheims werden für 1,4 Millionen Euro zur KiTa umgebaut.

Im April hatte der Altöttinger Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zum Umbau eines Wohnheims gefällt. In dem Gebäude in der Kreszentiaheimstraße hatten die Schwestern vom Heiligen Kreuz aus dem benachbarten Kloster ab 1998 ursprünglich das Kinderheim St. Raphael unterhalten, zuletzt war das Gebäude unter anderem von der Schwangerschaftsberatung der Caritas genutzt worden. Auf der Stadtratssitzung am 14. September stellten Architekt Johannes Wiesbauer und Landschaftsplanerin Beatrice Schötz ihre aktuellen Entwurfsplanungen für geschätzte 1,384 Millionen Euro vor.

Altötting - Umfangreiche Änderungen sind im Erd- und im Untergeschoß sowie dem Garten des ehemaligen St. Raphaelheims nötig, um künftig einen Krippen- und Kindergartenbetrieb zu ermöglichen: „Das ehemalige Wohnheim verfügt auf allen Geschoßen über einen zentralen Gang, an den Einzelzimmer anschließen“, erklärte Architekt Johannes Wiesbauer aus Burgkirchen.

Da allerdings der Eingangsbereich sowie das Treppenhaus und der Gemeinschaftsraum mittig im Gebäude lägen, sei es möglich, die Bereiche an den beiden Enden des Zentralgangs für den Krippenbetrieb umzubauen.

Barrierefreiheit erfüllt

„Durch Herausnehmen einiger Wände können wir die nötigen Sichtlinien schaffen“, erklärte der Planer weiter, der die Stadträte darüber hinaus informierte, dass die Planung bereits in Absprache mit der künftigen Einrichtungsleitung erfolgt sei. Zwar sei das Ganze einer Neuplanung gleichgekommen, doch so sei es gelungen, auch einen Aufzug in das Gebäude zu integrieren und die auf verschiedenen Niveaus befindlichen Ebenen durch Rampen miteinander zu verbinden, sodass auch die Anforderung an die Barrierefreiheit erfüllt werden könne, erklärte Johannes Wiesbauer weiter.

Durch massive Umbauten wird es möglich, im ehemaligen Wohnheim zwei Krippen und eine Kindergartengruppe unterzubringen.

Im Keller sollen neben Lagerflächen auch ein Mehrzweckraum, die Küche und der Essraum Platz finden. Um Kosten zu sparen, werden den Planungen zufolge beispielsweise die gefliesten Böden nicht entfernt, sondern lediglich mit Linoleum überzogen. Zusätzliche Lichtschächte und eine Böschung zum Garten hin wird auch im Untergeschoß für ein taghelles Ambiente sorgen. Da der hierfür nötige, neue Lichtgraben im Westen des Gebäudes liegt, musste Landschaftsplanerin Beatrice Schötz an der Stelle auch eine zusätzliche Versickerung einplanen.

Garten mit Spielgeräten, Sonnensegel und Sandbereich

Auf den verbleibenden rund 1100 Quadratmetern Garten sollen dann Spielgeräte, ein Sonnensegel ,Balancieranlagen und einen Sandbereich gebaut werden. Darüber hinaus will die Landschaftsplanerin Büsche und Bäume pflanzen, die zum Naschgarten werden sollen: „Ich setze hier auf heimische und nicht-giftige Bepflanzung“, erklärte die Expertin aus Mühldorf.

Um allerdings die vom Bauamt und Verantwortlichen aus der benachbarten KiTa St. Martin geforderten Parkplätze sowie einen Anschluss an den bestehenden Gehweg zu verwirklichen, müssten insgesamt acht Bestandsbäume gefällt werden, so Beatrice Schötz. Die „100.000 bis 150.000 Euro für den Umbau der Außenanlagen“ seien bereits in der Kostenschätzung von rund 1,4 Millionen Euro enthalten.

Sowohl die Planung zum Innenausbau, als auch die Gartengestaltung, erhielten die volle Zustimmung des Gremiums. Dass aber wegen des Gehwegs und der Parkplätze acht gesunde Bäume gefällt werden sollen, gefiel den wenigsten Stadträten. Sie forderten daher bei der Planung zu den Stellplätzen Nachbesserungen, selbst wenn dann keine 16, sondern vielleicht nur noch 12 oder 14 Parkmöglichkeiten zur Verfügung stünden. Besonders Stadtrat Albert Pollety(CSU) hatte bemängelt, dass nach den aktuellen Planungen der Gehweg zwischen Parkplätzen und Straße geführt werden soll.

Parkplatzsituation soll nachgebessert werden

Holger Gottschalk (SPD) „sträuben sich die Haare“, bei dem Gedanken, Bäume für Autos zu fällen. Er brachte vielmehr eine Einbahnlösung für die gesamte Kreszentiaheimstraße ins Spiel. Dem zeigte sich zwar auch Bürgermeister Stephan Antwerpen(CSU) nicht abgeneigt und im Kern stimmten dem Sozialdemokraten auch viele Stadträte zu. Jedoch war auch Tenor, dass man Eltern und Bürger nicht durch so ein Mangelsystem zur Nutzung alternativer Fortbewegungsmittel umerziehen könne.

Gelobt wurde, dass die Gesamtplanung im Vergleich zu einer komplett neu zu errichtenden Kindertagesstätte deutlich günstiger sei. Lediglich Fraktionssprecher Konrad Heuwieser (FW) bemängelte, dass es schon eine hohe Investition in ein Gebäude sei, welches nicht einmal der Stadt gehöre. Bürgermeister Stephan Antwerpen erwiderte, dass mit dem Eigentümer, dem Seraphischen Liebeswerk, das in den beiden Obergeschoßen weiterhin ein Wohnheim unterhalten will, immerhin eine Nutzungsdauer von mindestens 25 Jahren vereinbart sei und dass jede Alternativlösung den städtischen Haushalt mit einem Vielfachen belasten würde. Zudem gab er zu Bedenken, dass bei den genannten Kosten eine mögliche Förderung noch nicht berücksichtigt sei, die nun beantragt werden solle.

Als besonderes Plus hob er hervor, dass durch Öffnung des Zauns auch die benachbarte KiTa St. Martin von den neu zu gestaltenden Grünanlagen profitiere. Ein Zeitpunkt, ab dem der Betrieb in der neuen KiTa anlaufen kann, wurde nicht genannt.

pbj

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