Kommunalwahl 2014 in Bayern

Schneider: "Ich habe die besseren Konzepte"

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Landrat Erwin Schneider (CSU)
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Altötting - "Die Themen liegen auf der Straße": Landrat Erwin Schneider (CSU) über seine politischen Ziele für die nächsten sechs Jahre im Falle eines Wahlsiegs.

Kreiskliniken, Asylbewerberunterkünfte, Schulgebäude: Die Themen, die der Landkreis in den nächsten Jahren anpacken muss, liegen für Landrat Erwin Schneider "auf der Straße", wie er im Gespräch mit unserer Redaktion sagt. Hinzu komme "eine Menge an kleineren Dingen, die es täglich zu bewältigen gilt", so Schneider. Dass all diese großen und kleinen Herausforderungen auch in der kommenden Amtszeit von einem Landrat Erwin Schneider bewältigt werden, davon ist der CSU-Politiker überzeugt.

Bei der Kommunalwahl hat Schneider lediglich einen Herausforderer, Franz Kammhuber von der SPD. Im Duell mit Kammhuber, der bereits 2008 gegen Schneider angetreten war, sieht der Landrat sich vor allem wegen seiner erfolgreichen Bilanz im Amt im Vorteil. "Ich habe mir ein gutes Vertrauen erworben. Die Dinge, die ich angepackt habe, sind gut gelaufen", so Schneider. "Ich glaube, ich habe die besseren Konzepte."

Landrat möchte "hausgemachte Themen" angehen

Gute Konzepte dürften gerade bei den Kreiskliniken gefragt sein. Einerseits lobte Schneider die Entwicklung der beiden Standorte in Altötting und Burghausen. Es sei "unheimlich viel Geld" in die Krankenhäuser gesteckt worden. Außerdem verwies Schneider auf die vielen neu entstandenen Abteilungen, wie etwa die Herzkatheter-Abteilung und die Onkologie. Andererseit bereitet die finanzielle Situation der Kreiskliniken dem Landrat Sorge. "Leider sind wir in den letzten beiden Jahren in die Defizitbereiche geraten."

Schneider ist jedoch zuversichtlich, dass die Kreiskliniken ab 2015 wieder schwarze Zahlen schreiben werden. "Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser machen Defizite, aber es gibt auch eine andere Hälfte", so Schneider, der die "hausgemachten Themen" der Kreiskliniken, wie beispielsweise die Doppelvorhaltungen, angehen möchte.

Schulzentrum: "Man muss etwas für die BOS bauen"

Die angespannte Situation am Schulzentrum in Altötting möchte Schneider ebenfalls noch in diesem Jahr auf die Agenda setzen. "Bei der BOS und der Berufsschule gibt es einen Bedarf", so Schneider. Das Problem sei allerdings, die Lehrlingszahlen zu prognostizieren. Inwieweit in neue Werkstätten für die Berufsschule investiert wird, ist dementsprechend noch offen.

Wohl sicher investiert wird in ein neues Gebäude für die FOS/BOS. "Man muss etwas für die BOS bauen", sagt der Landrat. Wo ein solcher Bau allerdings entstehen könnte - ob vielleicht sogar am derzeitigen Standort neu gebaut wird - ist noch nicht entschieden. Auch hier verwies Schneider auf ausstehende Prognosen. Nichtsdestotrotz erhofft sich der Landrat in der Standortfrage noch in diesem Jahr Klarheit.

Ein weiteres akutes Thema ist für Schneider die Unterbringung von Asylbewerbern. Schon im Laufe dieses Jahres könnte diese Aufgabe zur noch größeren Herausforderung anwachsen. Wie der Landrat betont, könnte sich die Zahl der Asylbewerber im Landkreis sogar verdoppeln.

Schulden abgebaut, in die Schulen investiert

Schneiders Bilanz seiner jüngsten Amtszeit seit 2008 fällt positiv aus. "Es waren sehr erfolgreiche Jahre für den Landkreis." Neben dem verbesserten Angebot an den Kreiskliniken und den deutlich gesunkenen Müllgebühren lobte Schneider die Schulpolitik des Landkreises. Man habe über 60 Millionen Euro investiert, davon alleine 20 Millionen Euro ins Aventinus-Gymnasium in Burghausen. Zudem sei man im Straßenbau "auf einem guten Weg" und finanziell sei es auch noch gut gelaufen. Zuletzt gelang es dem Landkreis, den Schuldenstand auf 27,3 Millionen Euro zu senken.

Wie die Wähler Schneiders Bilanz bewerten, zeigt sich am 16. März. Die Landkreisbürger haben dann die Wahl zwischen Erwin Schneider und Franz Kammhuber. An seinem Herausforderer von der SPD schätz der Landrat vor allem dessen Fairness."Ich schätze an ihm, dass der Wahlkampf, den wir letztes Mal führten, ein fairer war. Die Wahldebatten waren von einem guten Anstand geprägt."

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