Es geht um sein Vier-Sterne-Hotel

Nobelhotel: Riesenärger für Ex-Minister Tandler

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Die Durststrecke schien überwunden für Ex-Finanzminister Tandler. Jetzt kamen jedoch empfindliche Auflagen seitens des Landratsamtes
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Altötting - Das Landratsamt drohte das traditionsreiche "Hotel zur Post" zu schließen - ausgerechnet in der umsatzstarken Weihnachtszeit. Das sagt Juniorchefin Gabriele Tandler:

Für das traditionsreiche "Hotel zur Post", eines der ältesten gastronomischen Betriebe in Bayern, hätte es vom Landratsamt Altötting fast ein Nutzungsverbot gegeben. Da sich Bürgermeister Herbert Hofauer in die Geschichte einschaltete, konnte in einem Krisengespräch nun ein Kompromiss zwischen der Inhaberfamilie Tandler und dem Landratsamt gefunden werden.

Gerold Tandler (78) erwarb das Hotel im Jahr 1976, zu dem Zeitpunkt war er Generalsekretär der CSU, später wurde er Staatsminister des Innern und der Finanzen im Freistaat. Mit seinem Vier-Sterne-Hotel und dem Gasthaus "Scharnagl" musste seine Familie zuletzt eine finanzielle Durststrecke durchmachen, vor einem Jahr gab es sogar Spekulationen, dass der Ex-Finanzminister vor der Insolvenz stehe.

Feuer im "Hotel zur Post":

Brand im Januar 2013

Es geht in dem Streit um fehlende Brandschutztüren, mehrfach verhängte das Landratsamt Bußgelder und Nutzungsbeschränkungen. Jetzt drohte die Behörde sogar mit einer Versiegelung des Hotels - ausgerechnet zur gewinnbringenden Weihnachtszeit! Das "Hotel zur Post" liegt genau am Christkindlmarkt am Kapellplatz, im Herzen der Kreisstadt.

Strenge Auflagen vor der Sanierung

Keine Absage:

Trotz der Bauarbeiten im Frühjahr wird der Hausball der Familie Tandler im Fasching auch heuer wieder stattfinden, nämlich am 7. Februar 2015. Das bestätigte uns das Hotel auf Anfrage. 

Nun wurde ein Kompromiss getroffen: Bis zum 6. Januar bleibt das Hotel im Betrieb, dann beginnt die Sanierung. Ab diesem Zeitpunkt bis Ende März wird es dann geschlossen, nur das Restaurant bleibt geöffnet. Jedoch müssen in der Übergangszeit bis zum 6. Januar strenge Auflagen erfüllt werden: Das Kellerlokal bleibt zu, die Zimmer im 2. Stock dürfen nicht belegt werden und die Rezeption muss ständig besetzt sein.

Das sagt die Juniorchefin

Im Gespräch mit innsalzach24.de sagte die Juniorchefin Gabriele Tandler, dass "der Kompromiss besser ist, als gar keine Zimmer zu haben". Sie erklärte, dass rund 50 Prozent der Zimmer im Haupthaus unbelegt bleiben müssen. Auch durch die Sperrung des Kellerlokals drohen der Familie in der Weihnachtszeit empfindliche Einbußen, denn es sei sonst an fünf Abenden in der Woche geöffnet.

Überraschend sei für die Juniorchefin gewesen, dass das Landratsamt das Vorgehen "so durchgezogen hat". Schließlich hätte die Familie fest zugesagt, dass die notwendigen Sanierungen ab Anfang Januar in Angriff genommen werden. "Der Januar ist traditionell ruhig, ein idealer Zeitpunkt für Sanierungsarbeiten", so Tandler gegenüber innsalzach24.de.

Die Tandlers wollen das Hotel nicht abgeben

Die Familie wolle den Hotel- und Gaststättenbetrieb trotz der finanziellen Herausforderungen weiter betreiben, versicherte Gabriele Tandler auf Anfrage unserer Redaktion.

mg/in24

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