Hohe Investitionen und Rekordschulden im Haushalt

Das plant die Stadt Altötting 2016

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Altötting - Steigende Schulden, aber keine weiteren Rücklagenentnahmen und keine Kürzungen bei Schulen und Vereinen - bei der Haushaltssitzung des Stadtrates wurde auch ein Überblick über die Investitionen 2016 gegeben.

Ein Werk von über 380 Seiten legte Kämmerin Andrea Bayerl am Mittwoch den Stadträten vor: Der Haushalt für 2016. Insgesamt plant man mit einem Haushalt von 34,5 Millionen Euro - davon entfallen 28,3 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 6,2 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Die angesetzten Werte liegen jeweils leicht unter den Zahlen von 2015. Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Herbert Hofauer zeigte sich zufrieden: Fast drei Millionen Euro konnten im vergangenen Jahr dem Vermögenshaushalt zugeführt werden, auf eine Rücklagenentnahme konnte verzichtet werden. Sparsame Haushaltsführung und hohe Steuereinnahmen nannte Hofauer als Gründe.

"Erfreulich ist, dass wir weder bei den Schulen, noch bei unseren Vereinen Kürzungen vornehmen müssen", so der Bürgermeister. Die Grundsteuer wird dagegen auf einen Hebesatz von 330 leicht erhöht - das erste mal wieder seit elf Jahren. Außerdem wird der Schuldenstand der Stadt 2016 auf ein Allzeithoch von gut 29 Millionen Euro steigen, so die Planungen. 2015 waren es noch rund zwei Millionen Euro weniger, vor zehn Jahren gerade mal die Hälfte.

Investitionen 2016

Fast vier Millionen Euro wird Altötting heuer aber investieren. Der größte Anteil davon fließt in die Josef-Guggenmos-Grundschule Nord: Die energetische Sanierung steht an, außerdem wird eine zusätzliche Klasse neu möbliert - 757.000 Euro gibt die Stadt hier aus, hofft aber auf Förderungen vom Freistaat. Ob München die Sanierung unterstützt, stellt sich aber erst in den kommenden Wochen heraus.

Zweitgrößter Posten bei den Investitionen ist die "Revitalisierung des Bahnhofs". Fassaden, Toiletten und das Hauptgebäude werden neu hergerichtet, außerdem drei Wohnungen eingebaut. Kostenpunkt: 696.000 Euro. Auch in die Gemeindestraßen wird 2016 Geld fließen: Der Radweglückenschluss an der Mitterstraße sowie Sanierungen in der Zinngießer- und der Kreszentiaheimstraße kosten insgesamt 390.000 Euro. Dort und auch in der Adalbert-Vogl-Straße wird eine viertel Million Euro außerdem in die Wasserversorgung  fließen.

Weitere größere Maßnahmen: Ein neuer Lkw für den Bauhof (245.000 Euro), Verbesserungsmaßnahmen in der Kläranlage  (204.000 Euro), Investitionen für das "Haus des Sports" (184.000 Euro) und Arbeiten im Friedhof für insgesamt 125.000 Euro - dort wird eine Friedhofsmauer saniert und die Urnenwand erweitert.

xe

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