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Kreatives auf der der Hofdult in Altötting

Handwerker mit Charme: Künstlerisches vom Volksfest in Altötting

Die Garchingerin und die Winhöringerin in ihrem Stand auf der Hofdult in Altötting.
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Die zwei Hobby-Handwerkerinnen in ihrem Stand.

Der Handwerksmarkt auf der Altöttinger Hofdult soll sich 2023 vergrößern: Gesucht werden Kreative, die Erstaunliches fabrizieren, so wie Sabine aus Garching und Christine aus Winhöring.

Landkreis Altötting – Wer die Altöttinger Hofdult noch nicht besucht hat, der hat noch eine Chance: Bis zum 19. Juni findet das „schöne Fest im Herzen Bayerns“ noch statt. Und wer Lust und Laune hat, einmal etwas Besonderes zu sehen, der kann sich zu den vier Ständen mit Kunsthandwerk in der Nähe des Ausgangs zum Amtsgericht begeben. Dort haben zwei Damen recht interessante Kunststücke zu bieten, die teils zum Lachen aber auch zum Staunen anregen.

Kunstvolle Körbe aus Altpapier

Auch Zeuge der Entstehung eines der Werke kann man bei einem Besuch am Stand der beiden Frauen werden. So sitzt die Garchingerin Sabine Feeser (59) oft mit ihrem Handwerk vor der Bude und flicht Zeitungspapier. Dieses hat sie in mühevoller Handarbeit mit viel Fingerfertigkeit zu dünnen Rollen gedreht, um sie anschließend zu Körbe zu flechten. Das Papier, das sie verwendet stammt ausschließlich von regionalen Zeitungen. Es entstehen ganz kleine, mittlere und große Körbe, die sehr stabil sind, und sogar feucht werden dürfen. Nicht alle Körbe sind grau, wie man vermuten könnte. Manche sind blau, bunt oder gelb - je nach den Farben auf dem Papier.

Sabine Feeser in ihrem Stand.

Witzige Sprüche auf Schwemmholz

Im gleichen Stand verkauft Christine Birndorfer aus Winhöring ihre Ware. Auch sie verbringt Stunde um Stunde mit liebevoller Handarbeit. „Die meiste Zeit verbringe ich in Gummistiefeln an der Salzach“, erzählt die 42-Jährige. Sie stellt aus Schwemmholz Schilder mit Sprüchen her. „Seit ich denken kann, sammle ich schon Sprüche in einem Bücherl“, so Birndorfer. Manche der Sprüche stammten von Postkarten und Zeitungen, andere – etwas makabrere – sogar von Friedhöfen. „Vor der Verarbeitung muss das Schwemmholz einer Reinigungsprozedur unterzogen werden“, erzählt die Winhöringerin. „Erst waschen, dann bürsteln und dann für vier bis sechs Wochen trocknen.“

Die Schwemmholz-Schilder von Christine Birndorfer.

Bewerber für Handwerksmarkt erwünscht

Die Winhöringerin betreibt einen kleinen Schreibwarenhandel in Burgkirchen, wo sie ihre Kunststücke verkauft. Aber auch andere regionale Handwerkskünstler dürfen dort ihre Ware in Mietregalen vertreiben. Potenzielle Aussteller für die Hofdult 2023? Marco Ritter, der Platzwart der Hofdult wünscht sich das sogar, denn eigentlich hätten heuer viel mehr Handwerker am Dultplatz ausstellen sollen. „Wegen Corona war das nicht möglich“, so Ritter. „Aber 2023 wollen wir mindestens zehn Stände mit Kunsthandwerk bzw. Handwerk auf der Hofdult haben. Bewerber sind ausdrücklich erwünscht!“

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