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Zur Flüchtlingslage im Landkreis Altötting

„Kann sein, dass noch Zehntausende kommen“: Flüchtlingszustrom sorgt Altöttinger Landrat

Der Zustrom von Flüchtlingen ist groß: Erst kürzlich wurden 135 Personen aus der Notunterkunft im Hallenbad in Container auf den Parkplätzen um.
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Container sind inzwischen Mangelware: Im Landkreis Altötting hat man frühzeitig gehandelt.

Zwar sind die meisten Ukraine-Flüchtlinge privat untergebracht, doch der Migranten-Zustrom reißt nicht ab. Im Landkreis Altötting werden noch vor Weihnachten weitere Zugänge erwartet.

Landkreis Altötting – Bei einer öffentlichen Bürgermeisterdienstbesprechung am 8. Dezember sprach Landrat Erwin Schneider (CSU) die Flüchtlingssituation im Landkreis an. Regierungsdirektor Fritz Stinglwagner zeigte sich während seiner Präsentation zu den Zahlen noch optimistisch: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, begann er. Die Quote sei zu 101 Prozent erfüllt, doch der Zugang von Flüchtlingen in München sei konstant auf hohem Niveau. „Vor Weihnachten werden wir noch 50 bis 60 Personen im Landkreis aufnehmen“, so Stinglwagner. Doch die Plätze reichen nicht aus.

Container über Container

Zwar habe man seit dem 5. Dezember bereits 135 neue Plätze in einer Containersiedlung am Kreishallenbad geschaffen, doch die nächste sei schon in Planung. Container dafür hat der Landkreis bereits bekommen – dank kluger Voraussicht. „Die Situation auf dem Markt ist sehr angespannt“, so Landrat Schneider. Inzwischen seien Container Mangelware. Der Landkreis habe bestellt, bevor der Platz dafür fix war. „Wir wollten alles nehmen, was auf dem Markt war, damit wir keine Turnhallen belegen müssen.“ Die nächste Containersiedlung soll nun wohl in Altötting entstehen.

Kommunen stoßen an Belastungsgrenzen

„Es kann sein, dass noch Zehntausende kommen“, warnte der Landrat die versammelten Bürgermeister. Erst kürzlich sei er mit einer Delegation in Brüssel gewesen und habe dort auch das Thema Migration angesprochen. Am Ende sei man „mit maximalem Frust nach Hause gefahren.“ In Brüssel habe man nicht hören wollen, dass die deutschen Kommunen an ihre Belastungsgrenzen stossen, so Schneider. „Es fehlen die medialen Bilder, die wir 2015 hatten.“ Insgesamt verursache die Situation dem Landrat ein ungutes Bauchgefühl. „Manche sagen, sie stellen Zelte auf. Aber das möchte ich so lange vermeiden wie möglich“, so Schneider. „Es ist schon als Erfolg zu werten, wenn Alles in Ruhe verläuft – auch wenn es dann aussieht als hätten wir keine Probleme.“

Die Präsentation des Landratsamtes zeigt die Aufteilung der Flüchtlinge im Landkreis Altötting.

Größtes Problem: Unbringung von unbegleiteten Kindern

Insgesamt 2550 Flüchtlinge leben aktuell im Landreis Altötting – davon 1324 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine (Stand 3. Dezember), und 1226 Personen aus anderen Ländern, beispielsweise aus Nigeria, Afghanistan, Türkei, Irak und Russland. 240 Flüchtlinge sind aktuell in Burghausen, 240 Personen in Neuötting und 662 Flüchtlinge in dezentralen Asylunterkünften untergebracht. Die meisten Ukrainer seien privat untergebracht und manche bewohnten bereits selbständig eine Wohnung gefunden, so Stinglwagner. Das größte Problem sei aktuell die Unterbringung von Kindern: „Es gestaltet sich wahnsinnig schwierig unbegleitete Minderjährige den Standards entsprechend und ordentlich zu beherbergen. Wir tun alles, dass eine ordentliche Unterbringung stattfinden kann“, so Stinglwagner.

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