Bebauungsplan Popengasse:

Dieses Vorhaben mag so manchem gar nicht gefallen

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Bebauungsplan Popengasse: Muss Herbert Hofauer seinen Hut nehmen?
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Altötting - Der Bebauungsplan Popengasse: Von einem städtebaulichen Missgriff ist die Rede. Das, was hier gebaut werden soll, mag den Kritikern so gar nicht gefallen.

Am Montagabend hatten die Freien Wähler (FW) im Rahmen ihrer öffentlichen Sitzung zu einer Ortsbegehung geladen. Das Ziel: Gemeinsam mit interessierten Altöttingern den vom Stadtrat bei fünf Gegenstimmen aus dem Lager der FW beschlossenen Bebauungsplan Popengasse zu „erörtern“, wie es in einem Fraktionspapier dazu heißt. Rund 60 waren der Einladung gefolgt. Es sprach Konrad Heuwieser.

Anschaulich machen

Bis zu sechs Stockwerke hoch soll der geplante 85 Meter lange Bau entlang der Popengasse werden. Um das zu verdeutlichen gab es mit Helium gefüllte Luftballons an einer langen Schnur. Freilich: Der Wind schmälerte den Eindruck aber die Höhe von 20 Metern wurde so zumindest vorstellbar. Modern soll es werden und in Altötting offenbar dringend gebrauchten Wohnraum schaffen. „Potthässlich und so gar nicht in den Umgriff um den Kappellplatz der Wallfahrtsstadt passend“, sagen kritische Stimmen, dass es wird und das Recherchen von innsalzach24.de zufolge nicht erst auf der Informationsveranstaltung der Freien Wähler.

Dieses Vorhaben mag so manchem gar nicht gefallen

Kritik formulieren

Darf man das? Darf man ein Stück Altötting einfach mal so „verschandeln“, wie das die rund 60 interessierten Altöttinger einstimmig bekundeten, ihren Unmut darüber zum Ausdruck brachten? Im Prinzip lautet die Antwort erst einmal: Ja, das geht. Voraussetzung dafür ist ein demokratischer Vorgang. Zumindest an dem Ergebnis wird aber seitens der betreffenden Mitglieder der FW wie auch von vielen Altöttingern gezweifelt.

Letztere berichten gar von einem wachsenden allgemeinen Unmut über die Art, wie der Erste Bürgermeister der Kreisstadt seine Amtsgeschäfte führt. Was sich Herbert Hofauer in den Kopf gesetzt habe, würde er auf Biegen und Brechen durchsetzen, heißt es sogar. Das Thema hat es sogar in die Süddeutsche Zeitung geschafft. „Das ist kein Führungsstil“, sagen Quellen von innsalzach24.de auf Nachfrage. Das gipfelt sogar in dieser Aussage eines besorgten Altöttingers: „Der Bürgermeister muss weg!

Interessant an der "Causa Popengasse" ist, dass der Erste Bürgermeister,selbst bei den Freien Wählern, der Veranstaltung der Stadtratsfraktion seiner Partei fern blieb. Möglicherweise auch interessant ist, dass Hofauer den für die heutige Stadtratssitzung angekündigten Tagesordnungspunkt dazu offenbar von derselbigen genommen hat, kurzfristig. Man habe offenbar neue Pläne in Auftrag gegeben, die mit einem Stockwerk weniger arbeiten würden, heißt es.

Das Fraktionspapier der FW Altötting der jüngsten öffentlichen Sitzung im Wortlaut:

"Bei der heutigen öffentlichen Fraktionssitzung am 17.7.17 bekundeten mehr als 60 Altöttinger Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse am Bebauungsplan Popengasse. Sie erörterten den vom Stadtrat mit Mehrheit beschlossenen Bebauungsplan und stellten einstimmig fest, dass dieser - auch für den Fall, dass er in seiner Gesamtheit ein Stockwerk niedriger werden sollte - ein städtebaulicher Missgriff ist.

Sie beantragen deshalb:

  1. dass die Planung auf Punkt Null zurückgefahren wird.
  2. dass sich der Stadtrat vor allem beim stadteigenen Grundstück phantasievoll Gedanken darüber macht, was für die Bürger/die Stadt Nutzen bringt und in die Zukunft - auch im Hinblick auf die junge Generation - gerichtet ist. Dies soll auch unter Einbeziehung der Vorschläge von 1999 in einem Bebauungsplan für einen größeren Bereich geschehen.
  3. dass dies in einem demokratischen Verfahren geschieht, das die Nachbarn und die Bürgerschaft mit einbezieht und von unabhängigen Städteplanern/Architekten begleitet wird."

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