„Aktionsbündnis" will Verbesserungen

Demo in Altötting: Das Rad als alternatives Fortbewegungsmittel stärken

Altötting - Das „Aktionbündnis Verkehrswende“ lädt am Samstag (19.09.20) um 15 Uhr am Altöttinger Bahnhof zur Radl-Demo „Rauf aufs Radl“ ein. In dem Aktionsbündnis haben sich verschiedene Parteien und Organisationen aus dem Landkreis Altötting zusammengetan, um sich für mehr Tempo 30-Zonen und mehr Raum für Fußgänger in den Städten und Gemeinden sowie Verbesserungen bei den Bus- und Bahnverbindungen einzusetzen.

Bei der Zentralveranstaltung am Altöttinger Bahnhof soll unter Anderem der Verkehrsexperte Dr. Markus Büchler(MdL) aus München zu Wort kommen. Er will über die alternativen Verkehrskonzepte der Landeshauptstadt sprechen, für die er sich seit Langem einsetzt. Darüber hinaus haben aber auch Bernd Sluka, der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland(VCD) und die Landesvorsitzende Bernadette Felsch vom Allgemeinen deutschen Fahradclub(ADFC) für Samstag in Altötting ihre Teilnahme angekündigt. Zur Sternfahrt zum Altöttinger Bahnhof haben sich schon jetzt Fahrradgruppen aus allen Teilen des Landkreises angemeldet. So wollen zum Beispiel Radler aus Garching, Marktl, Burghausen, Burgkirchen, Tüßling und Töging teilnehmen. „Geplant ist dann ein gemeinsamer Zug mit Trommeln und Musik über den Kapellplatz zur Neuöttinger Fellermeierschule und zurück“, sagt Kreisrat Stefan Angstl(Grüne). An der Neuöttinger Schule wollen die Initiatoren unter Anderem eine Zone 30 in der Simbacher Straße fordern, um es für die Schulkinder dort sicherer zu gestalten. Unterstützt wird die Radl-Demo unter Anderem auch von der ÖDP, den Freien Wählern Altötting, „Die Liste“, Die Linke, die Grüne Jugend, der Bund Naturschutz, das Altöttinger AMK, Attac und Fridays for Future. Da für Samstag bestes Wetter angekündigt ist, hoffen die Organisatoren auf eine rege Beteiligung, auch wenn durch die Auflagen der Genehmigungsbehörden viele der geplanten Attraktionen, wie eine Ausstellung von Lastenrädern und E-Bikes, nicht stattfinden dürfen. Die Teilnehmer werden auch gebeten, den Abstand zu halten und Masken zu tragen. Immerhin wird es über das Bahnhofscafé die Möglichkeit zur Stärkung sowie fahrradfreundliche Musik von den Djs des Altöttinger Plattenzimmers geben.


Nicht nur für Touristen gibt es Radwege im Landkreis: das „Aktionsbündnis Verkehrswende AÖ“ will darüber hinaus fahrrad- und fußgängerfreundlichere Gemeinden und günstigen ÖPNV.

„Es geht uns darum, die schon bestehenden Möglichkeiten, wie Tempo 30 oder Angebotsstreifen besser auszuschöpfen, um Radfahren wieder attraktiver werden zu lassen“, erklärt Gunter Strebel. Eine Forderung des Aktionsbündnisses ist es beispielsweise, die Inn-Staustufe bei Perach künftig für Fahrradfahrer passierbar zu machen. Bereits im Kommunalwahlkampf hatte wiederum „Die Liste“ vehement gefordert, die Straßen in der Kreisstadt wieder sicherer für Radfahrer und Fußgänger zu machen. Denn besonders zu den Stoßzeiten seien die großen Altöttinger Verkehrsachsen ohne Auto kaum mehr zu nutzen. Dass dies nicht nur eine Behauptung ist, davon zeugt bewispielsweise die anstehende Renovierung der Mühldorfer Straße, bei der neben markierten Fahrradwegen auch zusätzliche Überquerungshilfen zu geschaffen werden sollen(https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-alt-neuoetting/altoetting-ort484666/altoetting-freie-waehler-wollen-sanierung-hauptverkehrsachse-diskutieren-13782677.html).


Die Radl-Demo am Samstag soll den Bürgern das Fahrrad wieder als praktikable Alternative im Alltag näher bringen und sie soll nach Vorstellung der Organisatoren künftig einmal jährlich stattfinden. Denn dass Fahrräder und besonders E-Bikes eine gute Lösung für Jedermann sind, davon ist auch Kreisrat Martin Antwerpen von der ÖDP überzeugt: „Zumindest in der Stadt kann man doch die meisten Erledigungen mit dem Fahrrad zügiger und dabei auch noch umweltfreundlich erledigen“. Nach Ansicht der Initiatoren ist aber auch eine bessere Verzahnung von ÖPNV mit dem Fahrrad nötig und generell soll auch der ÖPNV attraktiver werden.

Peter Becker

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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