CityCard: Ist das Gewinnspiel unzulässig?

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Altötting - Wer 2000 Punkte auf der CityCard hat, nimmt am Gewinnspiel teil. Das sei unzulässig, so eine Userin. Der Wirtschaftsverband weist die Vorwürfe von sich. Was meinen Sie?

Das Prinzip der CityCard ist einfach und altbewährt: Wer eine CityCard hat und damit in den teilnehmenden Geschäften einkauft, bekommt pro Euro einen Punkt gutgeschrieben. Für diese Punkte gibt es dann Rabatte und Prämien. Zum 10-jährigen Jubiläum der Card hat der Wirtschaftsverband bereits im Januar ein Gewinnspiel gestartet. Wer 2000 Punkte auf seiner Karte hat und diese einlöst, nimmt automatisch am Jubiläumsgewinnspiel teil. 10 Monate lang werden pro Monat 10 x 10.000 Punkte verlost. Der Hauptgewinn ist außerdem ein Elektroauto, ein Renault Twizy.

Eine Userin trat an Innsalzach24 heran, als sie beim Einkaufen auch am Gewinnspiel teilnehmen wollte. "Die Verkäuferin meinte zu mir, ich müsse dafür aber erst 2000 Punkte haben. Das hat mich stutzig gemacht," erklärt sie. "Soweit ich weiß, ist es nicht zulässig, die Teilnahme an einem Gewinnspiel an dem Erwerb einer Ware zu koppeln." Wieder daheim wandte sich die Userin an die Verbraucherzentrale Bayern. Die antwortete in ihrem Schreiben folgendermaßen: "Im vorliegenden Fall ist diese Art der Preisausschreibung tatsächlich unzulässig. In § 4 Nr.6 UWG wird als unlauteres Verhalten deklariert, wer ... die Teilnahme von Verbrauchern an einem Preisausschreiben oder Gewinnspiel von dem Erwerb einer Ware abhängig macht... Dies ist hier der Fall. Es ist auch keine der Außnahmesituationen einschlägig, so dass das Gewinnspiel unlauter ist."

Der erste Vorsitzende des Altöttinger Wirtschaftsverbands, Reinhard Hofauer, wies in einem Gespräch mit Innsalzach24 die Vorwürfe entschieden von sich. "Es geht nicht um den Erwerb einer Ware, sondern um Punkte. Das Prinzip einer CityCard ist nunmal, dass man damit einkauft und Punkte sammelt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hürde von 2000 Punkten zu hoch angesetzt ist." Laut Hofauer erklärt sich ein Verbraucher ja bei Erwerb der Karte schon damit bereit, Punkte zu sammeln. "Ich verstehe das Problem nicht", so der erste Vorsitzende. "Würden wir beispielsweise Kassen-Bons in eine Lostrommel werfen und daraus den Gewinner ziehen, wäre das vielleicht fragwürdig und unzulässig," sagt Hofauer. "Aber eine CityCard ist nunmal zum Einkaufen und Punkte sammeln da. Wer das nicht will, soll sich die Karte auch nicht anschaffen."

Ihre Meinung ist gefragt!

Was meinen Sie? Sind 2000 Punkte zu viel? Ist es ok, dass der Verbraucher erst ab 2000 Punkten mitmachen kann? Oder ist die Diskussion überflüssig? Sagen Sie uns, was Sie denken!

ds

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