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Resumée vom Altöttinger Volksfest

Bombenstimmung trotz Rauferei: Die Hofdult startet ins letzte Wochenende

Die Brauereien Graminger Weißbräu und Hell arbeiteten wie ein großes Team zusammen.
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Simone Hell, Sabine Detter und Sebastian Hell.

Die Gäste in Feierlaune und auch das Personal ist „happy“: Trotz kleiner Zwischenfälle ziehen Festwirt, Einsatzkräfte und Dultreferent eine positive Bilanz von der Hofdult in Altötting.

Altötting – „Obwohl heuer zwei Zelte nicht vertreten waren, haben alle Mitwirkenden die Zusammenarbeit ausgezeichnet hinbekommen“, zog Stephan Antwerpen seine Bilanz zur 639. Altöttinger Hofdult. Der Bürgermeister von Altötting, der – der wie er selbst bedauert – nicht täglich persönlich anwesend sein konnte, lobte vor allem den neuen Biergarten der Festwirtfamilie Hell. „Der Wirt habt sich dafür finanziell weit aus dem Fenster gelehnt“, so Antwerpen weiter. Der neue Bereich sei aber ebenso wie die schattigen Terrassen vor dem Zelt der absolute Renner. Aber auch die Gestaltung des Festzeltes selbst sei von vielen Besuchern gelobt worden. „Wenn‘s Zeug stimmt, stimmt‘s auch am Platz!“ resümierte der Bürgermeister.

„Besucher wollten da bleiben“

Dass die Besucher am liebsten da bleiben wollten konnte auch Simone Hell bestätigen. Die „Mama vom Festwirt“, wie sie sich selbst nennt sagte: „Da saßen die Leute draußen auf der Biergartenterrasse und der vor dem Festzelt mit dem Supermond über ihnen. Es ging bloß noch hin und her: Alle waren super drauf.“ Auch die Stimmung im Team lobten sie und Sohn Sebastian. Obwohl vier Personen in der Küche ausgefallen waren, und die Küche zum Teil am Anschlag war, haben sie bisher alles wunderbar hinbekommen.

„Die Leute sind ausgehungert“

Die Leute sind ausgehungert“, meinte der Festwirt. „Getrunken und gegessen wurde heuer auf jeden Fall mehr wie 2019.“ „Unsere ganze Familie ist auf der Hofdult am Arbeiten, das funktioniert wie ein Uhrwerk“, erzählt Hell weiter. „Auch das Team im Zelt ist – bis auf ein paar Leute – das gleiche wie 2019“, erklärt er. Beim Servicepersonal habe es zwar coronabedingt Ausfälle gegeben, doch glücklicherweise hätten sich Quereinsteiger gefunden. Zur gelungenen Zusammenarbeit mit Graminger Weißbräu, sagt Brauereimeisterin Sabine Detter nur: „Alle arbeiten Hand in Hand. Es ist einfach nur schön!“

Ariane, Fanni und Anna: die Springerinnen.

Sieben Einsätze statt der früheren 30

Sogar die Bilanz der Polizei und der BRK-Einsatzkräfte war positiv. Siegfried Hintermaier von der Polizei Altötting berichtete von drei Platzverweisen und zwei Körperverletzungen. Am Donnerstag (16. Juni) sei es auf dem Platz zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen gekommen. Dabei seien sechs Personen leicht bis mittelschwer verletzt worden. „Gegen 23.30 Uhr mussten zwei Rettungswägen kommen“, berichtet Claudia Zogler von der BRK-Bereitschaft Altötting, doch auch die ehrenamtliche Sanitäterin ist zufrieden wie es auf der diesjährigen Hofdult gelaufen ist. „Wo früher am Mittwoch bis drei Uhr früh gefeiert wurde und 30 Einsätze stattfinden mussten, gab es heuer nur sieben.“

Einziges Volksfest in Deutschland, bei dem kein Platzgeld verlangt wurde

Auch das Resumée der Fieranten und Schausteller könnte kein besseres sein: Ob Einnahmen, Wetter oder Besucherzahlen – man war rundum zufrieden. Ein besonderes Dankeschön richteten die Schausteller an die Stadt: Es sei einzigartig in ganz Deutschland, dass Altötting heuer kein Platzgeld verlangt habe. „Es war ein Beschluss vom Stadtrat“, betont Bürgermeister Antwerpen. „Die Hofdult sollte wieder in Schwung gebracht werden.“ Dass dies gelungen ist, fasste auch der Dultreferent Marco Keßler in einer kurzen Rede zusammen und bedankte sich vor allem bei Marco Ritter, dem Platzmeister der Hofdult. „Das vermutlich älteste Volksfest Deutschlands hat eine tolle Resonanz bekommen. Jetzt freu ich mich auf die letzten Tage und kann nur sagen: Leute kommt nach Altötting. Denn das ist Pflicht. Da muss man hin!“

Schausteller Charles Arnd wurde für 25 Jahre am Platz geehrt.

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