Das Landratsamt sucht nach Unterkünften

Hat der Landkreis bald 550 Asylbewerber?

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Altötting - Ende 2014 könnte sich die Zahl der Asylbewerber im Landkreis auf 550 weit mehr als verdoppeln. Schon jetzt sind die Unterkünfte überfüllt, sogar die Unterbringung in Turnhallen ist denkbar.

Die Unterbringung von Asylbewerbern entwickelt sich für den Landkreis Altötting mehr und mehr zur Herkulesaufgabe. Einer Prognose zufolge könnte die Zahl der Asylbewerber im Landkreis bis Ende 2014 auf 550 steigen. Dabei sind die derzeitigen Unterkünfte in Burghausen, Burgkirchen, Neuötting und Töging schon jetzt voll belegt - und das bei insgesamt lediglich 225 Asylsuchenden.

Die meisten Gemeinden haben abgewunken

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Die Suche nach weiteren Unterkünften läuft längst auf Hochtouren. Angebote von verschiedensten Seiten gibt es bereits, das Landratsamt prüft sie derzeit anhand diverser Kriterien wie zum Beispiel Brandschutz. "Mit Hochdruck arbeiten die verschiedenen Sachgebiete daran", sagt Klaus Zielinski, Pressesprecher des Landratsamtes, gegenüber innsalzach24. Bei den Angeboten sei "alles mit dabei". So haben sich bereits Kommunen, Privatpersonen, Gasthöfe und kirchliche Einrichtungen angeboten.

Wie Zielinski betont, bekomme man viele Kosten vom Freistaat Bayern ersetzt. Die Unterbringung von Asylbewerbern ist für den Landkreis also weniger finanziell, sondern vielmehr organisatorisch eine Herausforderung. Das Landratsamt hat bei allen 24 Gemeinden im Landkreis angefragt, inwieweit diese Unterbringungsmöglichkeiten hätten. Die meisten von ihnen hätten jedoch abgewunken, so Zielinski.

Werden Asylbewerber bald in Turnhallen untergebracht?

Zudem hat der Landkreis kaum Planungssicherheit. "Ob es überhaupt die Zahlen erreicht, wissen wir nicht", sagt der Pressesprecher. Sollte der Landkreis Ende 2014 allerdings tatsächlich 550 Asylbewerber unterbringen müssen, wären auch eine Notlösung denkbar. "Unter Umständen müssen wir darüber nachdenken, dass wir die Turnhallen heranziehen", sagt Zielinski. Asylbewerber in den landkreiseigenen Turnhallen unterzubringen, sei allerdings erst dann nötig, wenn die 550 Asylsuchenden "Fakt werden".

Für Zielinski sind derartige Überlegungen "Kaffeesatzleserei". Die Suche nach Unterkünften nannte er einen "laufenden Prozess", die Entwicklung sei "ständig fließend". Es könne auch sein, dass sich was Neues auftut.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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