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Kontakteinschränkungs-Appell: Was sagt ihr dazu?

„Gott möchte uns mit Corona etwas sagen: weg von Genusssucht, Egoismus und Konsumdenken!“

innsalzach24.de hat sich in der Innenstadt von Altötting umgehört. Was haltet Ihr vom Appell der Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn vom Freitag?
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innsalzach24.de hat sich in der Innenstadt von Altötting umgehört. Was haltet Ihr vom Appell der Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn vom Freitag?

Wie denkt Ihr über den aktuellen Appell der Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn für mehr freiwillige Einschränkungen, um der aktuellen Situation zu begegnen? Wir haben uns vor Ort in Altötting umgehört.

Altötting - „Ich lasse mich noch nicht impfen“, berichtet Fjolla. Wir sind ihr und ihrer Bekannten Dagmar in der Fußgängerzone von Altötting begegnet. Dagmar dagegen arbeitet in der Tagesspflege und lässt sich daher boostern. „Ich sehe viele alte Menschen erkranken, die Covid nicht verstehen. Eine ganz liebe Patientin ist kürzlich verstorben. Gott möchte uns mit Corona etwas sagen: weg von Genusssucht, Egoismus und Konsumdenken. Den Personalmangel in den Kliniken gab es vorher schon. Jetzt hat es sich nochmal verschärft. Ich sehe leider einige Ungeimpfte, die einen schweren Verlauf haben, sogar intubiert werden müssen. Aber auch viele Geimpfte stecken sich an. Ich traue mich nicht, jemandem das Impfen zu empfehlen oder davon abzuraten.“ Ihre 17-jährige Tochter wurde jetzt geimpft.

Dramatischer-Appell der Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn - Was sagt Ihr dazu? Wir haben uns in Altötting umgehört

Weiter geht es durch die Altöttinger Innenstadt. Als nächstes treffen wir auf ein Trio aus Töging: Daniela (45), ihren Sohn Jonas (16) und ihre Tochter Sarah (17). „Ich arbeite im Einzelhandel und muss mich an alle Regeln halten“, berichtet Daniela. Ihre beiden Kinder werden an der Schule per Schnelltest getestet. Sie sollen jetzt beide die erste Impfung bekommen. „Alle Jugendlichen beklagen, dass sie in ihren Aktivitäten so sehr eingeschränkt werden durch G2 und die Corona Maßnahmen. Auch das Thema Pro und Contra Impfung ist bei Ihnen schwer zu beantworten.“

Als nächstes begegnen wir Martin und seiner Mutter. Er ist in Altötting im Theaterverein. „Ich hoffe, unser Theaterstück ‚Das Märchen von der Fischertochter‘ kann wie geplant vor Weihnachten aufgeführt werden.“ Das kulturelle Leben in der Kreisstadt sei wegen Corona regelrecht eingeschlafen. „Ich bin zweimal geimpft und lasse mir keine Angst machen!“ Die hohe Inzidenz oder die gesamten Zahlen hält er für „nicht immer absolut aussagekräftig“, vertraut aber den Institutionen RKI und Landratsamt. Seine Mutter ist ebenfalls geimpft und „lässt im normalen Leben Vorsicht walten“. Regelmäßiges Testen hält sie bei sich selbst nicht mehr für so wichtig, „da ich nicht mehr berufstätig bin“.

Landräte von Altötting und Mühldorf mahnen zu Kontakteinschränkung und Impfen

 „Schränken Sie freiwillig ihre Kontakte ein - zu Ihrem persönlichen Schutz und aus Rücksicht auf die Menschen in Ihrem Umfeld. Ihr persönliches Verhalten könnte den Unterschied machen – im Extremfall zwischen Leben und Tod. Auch andere Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebserkrankungen oder Unfallfolgen müssen im InnKlinikum weiterhin versorgt werden können“, mit diesem Appell wendeten sich die Landräte von Altötting und Mühldorf am Inn, Erwin Schneider (CSU) und Max Heimerl (CSU) am Freitag an die Bevölkerung. Hintergrund war, dass das Gesundheitssystem dort inzwischen an der Belastungsgrenze angelangt ist. Seit Wochen steigen die Infektionszahlen in extreme Höhen.

Die Intensivbetten im InnKlinikum an den Standorten Altötting, Mühldorf am Inn und Burghausen waren in den vergangenen zwei Wochen zeitweise voll belegt. Bisher konnte die Situation durch Verlegungen in andere Kliniken, teilweise über mehrere hundert Kilometer hinweg, immer wieder entschärft werden. „Wenn aber die Zahl der COVID-Patienten in Bayern und der Region weiter so ansteigt, wie das die aktuellen Prognosen zeigen, werden viele Kliniken dazu gezwungen sein, eine Triage durchzuführen. Auch bei uns“, mahnte gemeinsam mit den Landräten auch Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikums. Außerdem fordern die beiden Landräte alle bis dato Ungeimpften auf, ihre Entscheidung zu überdenken. „Nur durch mehr Impfungen kommen wir aus der Krise.“

Es war nicht das erste Mal, dass wir eure Stimmung eingeholt haben. Mitte Dezember war beispielsweise rosenheim24.de in der Innenstadt von Rosenheim unterwegs und wollte eure Meinung zum damals plötzlichen Lockdown, der die Zeit für Weihnachtseinkäufe erheblich verkürzte und den nächtlichen Ausgangssperren zu Weihnachten und Neujahr wissen.

hs/rk

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