Erstmals 1280 in Altötting erwähnt

"Hotel zur Post" von Ex-Minister Tandler soll zwangsversteigert werden

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Altötting - Seit 1976 ist es im Besitz der Familie - nun soll es zwangsversteigert werden. Der Verkehrswert beträgt laut Inserat 3,04 Millionen Euro.

"Ein Hotel, das seit über 700 Jahren zu den besten Adressen Altöttings gehört und immer auf der Höhe der Zeit sein wird." So beschreibt sich das Hotel zur Post auf seiner Homepage. Jetzt soll das Hotel, das weit über die Grenzen der Wallfahrtsstadt Altötting hinaus bekannt ist, zwangsversteigert werden. Das berichtet der Alt-Neuöttinger Anzeiger am Dienstag. Als Termin für die Versteigerung sei Freitag der 9. August angegeben. Laut Inserat hat der Komplex einen Verkehrswert von 3,04 Millionen Euro.

Wer ist Gerold Tandler?

Gerold Tandler (82) erwarb das Hotel im Jahr 1976, zu dem Zeitpunkt war er Generalsekretär der CSU. Im ersten Kabinett seines langjährigen Mentors Franz Josef Strauß war er von 1978 bis 1982 Bayerischer Staatsminister des Innern. Nach Strauß’ plötzlichem Tod am 3. Oktober 1988 wechselte er im Kabinett Streibl 1988 in das Amt des Bayerischen Staatsministers der Finanzen. 

1990 gab er infolge der Zwick-Affäre diesen Posten und 1991 auch sein Landtagsmandat auf. Er wechselte in die Wirtschaft, wurde Vorstandsmitglied der Linde AG und blieb in dieser Funktion bis zum Erreichen der Pensionsgrenze 2001.

Gerüchte um drohende Insolvenz

2007 kaufte die Familie Tandler dann den Gasthof "Scharnagl". Damit begann eine finanzielle Durststrecke für die Familie, die darin gipfelte, dass es Gerüchte und Spekulationen gab, dass der Ex-Finanzminister vor der Insolvenz stehe.

mh

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