Altöttings Bahnhof ausgezeichnet

Altöttings Bahnhof verwirklicht große Vision

(vl) Staatssekretär des Bundesinnenministeriums Stephan Mayer, Bürgermeister Stephan Antwerpen, die bayerische Ministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer und der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene e.V. Dirk Flege vor der Plakette, die am Samstag an der Südseite des Bahnhofs enthüllt wurde
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(vl) Staatssekretär des Bundesinnenministeriums Stephan Mayer, Bürgermeister Stephan Antwerpen, die bayerische Ministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer und der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene e.V. Dirk Flege vor der Plakette, die am Samstag an der Südseite des Bahnhofs enthüllt wurde

Altötting - Am Samstag überreichte die „Allianz pro Schiene“ im Altöttinger Bahnhof feierlich die Auszeichnung zum Bahnhof des Jahres 2020. Mit dabei waren auch Landrat Erwin Schneider, die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Innen-Staatssekretär Stephan Mayer(MdB), als Bürgermeister Stephan Antwerpen die Urkunde in Empfang nahm.

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass der Altöttinger Bahnhof in den Jahren 2017 bis 2019 vorbildlich renoviert wurde. Die "Allianz pro Schiene" hat sich daher neben dem Kleinstadtbahnhof Rottenbach in Thüringen, der den Sonderpreis erhielt, in diesem Jahr dazu entschlossen, das Sigel "Bahnhof des Jahres" an die Wallfahrtsstadt zu vergeben. Gründe hierfür hatte die zehnköpfige Jury nicht nur in der Barrierefreiheit und der guten Verkehrsanbindung gefunden, sondern auch in dem schönen Bahnhofscafé.


Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht

Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht © pbj
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Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht © pbj
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht
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Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht © pbj
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht
Auszeichnung für Altöttinger Bahnhof feierlich überreicht © pbj

"Hier ist das verwirklicht, was die Bahn attraktiv macht: der Bahnhof ist wieder Treffpunkt und Begegnungsstätte geworden", erklärte Staatsministerin Kerstin Schreyer in Ihrer Ansprache. Was ihn dazu macht, seien vor allem die Menschen, wie Bürgermeister Stephan Antwerpen mehrfach betonte: Angelika Hontinceanu, die Betreiberin des Bistros "BanhofPlatzl" und Andreas Wieninger, der die Reiseagentur im Bahnhof leitet, sorgen dafür, dass der Bahnhof tagtäglich mit Leben erfüllt ist. Darüber hinaus haben die Krieger- und Soldatenkamerdaschaft und der Alt-Tilly-Verein im renovierten Bahnhofsgebäude eine neue Heimstatt gefunden und darüber hinaus wurden insgesamt vier Wohnungen in den ehemaligen Unterkünften der Bahnbediensteten geschaffen.


Der Bahnhof wird aktuell von mehr als 1200 Fahrgästen am Tag genutzt, die einerseits gute Parkmöglichkeiten mit dem Auto haben, ihn aber auch mit den Linienbussen bestens erreichen und sogar an die umweltfreundlichen Radfahrer wurde in außergewöhnlicher Weise gedacht: "Eine Umkleide oder eine Werkbank mit Werkzeugen, die zu allen Fahrrädern passen. Wo in Deutschland finde ich sowas schon?", erklärte der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, im Zuge der Feierlichkeit. Fahrradständer auf beiden Seiten des Gebäudes samt Anschlüssen zum Aufladen von E-Bikes gibt es übrigens auch.

Bürgermeister Stephan Antwerpen wies in seiner Rede darauf hin, dass in knapp zwei Jahren das historische Bahnhofsgebäude auch sein 125-jähriges Bestehen feiern wird und dankte seinem Amtsvorgänger Herbert Hofauer für dessen Weitsicht, mit der bereits um das Jahr 2000 begonnen worden war, das gesamte Gelände rund um den Bahnhof zu reaktivieren. Um das Verkehrsmittel Bahn aber auch in der Zukunft wieder eine Alternative für mehr Bürger werden zu lassen, forderte das Stadtoberhaupt von der Südostbayernbahn, mit günstigen Angeboten dazu beizutragen, dass wieder mehr Menschen diese ökologische Verkehrsmittel nutzen.

Auch Christian Kubasch, der für die Infrastruktur bei der Südostbayernbahn(SOB) zuständig ist, lobte die Verantwortlichen im Altöttinger Stadtrat und in der Stadtverwaltung. Sie hatten 2005 vorangetrieben, das Gebäude von der Bahn abzulösen und seither vieles rund um den Bahnhof der Kreisstadt bewegt. Im Gegensatz zur Nachbarstadt Neuötting, wo die SOB das Gebäude an einen Privatinvestor verkauft habe, sei "hier alles richtig gemacht" worden. In Bezug auf die 79 anderen Bahnhöfe im Bereich der Südostbayernbahn richtete sich Kubasch direkt an die Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, dass auch da an der ein oder anderen Stelle eine staatliche Förderung nicht schaden würde. Immerhin hatte die letzte Renovierung des Altöttinger Bahnhofs rund 3,1 Millionen Euro gekostet, was der Freistaat großzügig unterstützt hatte.

pbj

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