Klinik-Fusion Altötting-Mühldorf

Beschäftigte bieten Einsatz - aber erwarten Planbarkeit

Altötting/Mühldorf - Das Fusionsprojekt der Kliniken Altötting/Mühldorf bringt viel Arbeit mit sich, für die Planer, aber auch für die Mitarbeiter der Kliniken. Jetzt hat sich die Gewerkschaft ver.di dazu geäußert:

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Anlässlich der Pressekonferenz der Landräte von Altötting und Mühldorf über Ihre Vorbereitungen zu einer Klinikfusion erklärt der zuständige ver.di Sekretär Win Windisch:

Dieses Fusions-Projekt ist eine große Herausforderung – ein kommunales Unternehmen in zwei Landkreisen, mit vier Kliniken und über 2.600 Beschäftigten. Ein Prozess, bei dem die Landräte und Kliniken als öffentlicher Arbeitgeber eine Vorbildfunktion für die gesamte Region einnehmen.

Die Kolleginnen und Kollegen sind an allen vier Standorten weiterhin bereit, mit großem Einsatz rund um die Uhr die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dafür wünschen sie sich, dass man sie mitnimmt in diesem Prozess des Zusammengehens und Ihnen Planbarkeit und Sicherheit bietet, was sie erwartet.

Wir begrüßen es, dass Landrat Huber bereits auf einer Mitarbeiterversammlung in Mühldorf versichert hat, dass niemand in der Belegschaft schlechter gestellt werden soll. Zur Umsetzung dieser Zusage brauchen wir eine rechtsverbindliche tarifliche Vereinbarung zwischen den Landräten als Arbeitgeber und ver.di.

Wir fordern die Landräte und alle Kreistagsmitglieder auf, mit dem Grundsatzbeschluss am 25. Juli ein wichtiges Vertrauenssignal zu setzen, indem sie bereits dort erklären, dass im weiteren Verfahren ein Personalüberleitungs-Tarifvertrag mit ver.di abgeschlossen wird.

Hintergrund:

Bei Zusammenschlüssen oder Betriebsübergängen müssen die bisherigen tariflichen Ansprüche der Beschäftigten in das neue Unternehmen übertragen werden. Dazu dient ein Personalüberleitungs-Tarifvertrag.

Folgende Themen lassen sich unter anderem damit regeln:

  • Den Verbleib des kommunalen Unternehmens im Kommunalen Arbeitgeberverband und die weitere Anwendung des Tarifvertrags öffentlicher Dienst, damit einhergehend die Garantie der bisherigen Eingruppierungen und Ansprüche
  • Den Umgang mit sozialen Härtefällen bei geplanten Versetzungen – die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie
  • Ein Übergangsmandat von Personalrat/Betriebsrat bis zur Neuwahl der Beschäftigtenvertretung
  • Die kontinuierliche Information und Einbeziehung von Personalrat/Betriebsrat in die zuständigen Arbeitsgruppen

Pressemeldung ver.di Bezirk Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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