Das sind die Pläne des neuen Hoteldirektors

Altöttinger „Hotel zur Post“ soll im Frühjahr 2021 eröffnen

Die Außenfassade vom „Hotel zur Post“ in Altötting wurde bereits saniert.
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Die Außenfassade vom „Hotel zur Post“ in Altötting wurde bereits saniert.

Altötting – Von Jazzabenden bis zur Weinbar: Hoteldirektor Peter Heimerdinger (36) will mit dem „Hotel zur Post“ Tradition und moderne Elemente vereinbaren und alle Zielgruppen ansprechen. Das Motto des 4-Sterne Haus: Erstklassig, traditionsreich und am Puls der Zeit.

„Wir wollen bewusst mit der Zeit gehen. Im Innenbereich wird schon eine Moderne einziehen“, erklärt Peter Heimerdinger, Hoteldirektor „Hotel zur Post“, gegenüber innsalzach24.de. Dennoch soll das traditionsreiche Haus die Geschichte weitererzählen. Der Außenbereich ist bereits fertig. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, durfte nicht einmal die Farbe verändert werden. Damit stehe aber die Tradition schon mal auf dem Kapellplatz.


„Hotel zur Post“ in Altötting: Neueröffnung im Frühjahr 2021

Der komplette Innenbereich wird gerade umgebaut und saniert. Ein konkretes Datum für die Neueröffnung gebe es noch nicht. Allerdings soll das Hotel im Frühjahr 2021 seine Pforten öffnen. Eines der Highlights des „Hotel zur Post“, das nach der Insolvenz von Vorbesitzer Gerold Tandler im August 2019 zwangsversteigert wurde und seitdem grundsaniert wird, soll ein dreistufiges Gastro-Konzept sein.


Peter Heimerdinger, Hoteldirektor vom „Hotel zur Post“ in Altötting, hat in der Gastronomie bereits viele Erfahrungen gesammelt.

„Dieses beinhaltet eine Weinbar, ein À-la-carte-Restaurant sowie ein Gourmet-Restaurant, in dem zu einem späteren Zeitpunkt Menüessen möglich sein soll. Das Küchenpersonal soll allerdings die Möglichkeit erhalten, sich erst einzuspielen“, erklärt Heimerdinger, der in Kraiburg aufgewachsen ist. Unterstützung bei der Suche nach einem Küchenchef bekommt er vom Straubinger Ralf Jakumeit, bekannt durch die „Rocking Chefs“.

Heimerdinger: „Damit soll die Geschichte im Haus bleiben“

Die Weinbar wird „Zuccali Cafe- und Weinbar“ heißen, da die Baumeister-Familie Zuccalli beim Aufbau des Hauses und beim Schloss Nymphenburg mitgewirkt hat. „Damit soll die Geschichte im Haus bleiben“, erklärt Heimerdinger die Namensgebung, der im Gastro-Bereich bereits alles durchlaufen hat - egal ob Service-Kellner, Rezeption oder Controlling. „Ich habe als Tellerwäscher angefangen und auch schon als Room-Boy gearbeitet“, berichtet der 36-Jährige.

„Starten werden wir mit schätzungsweise 60 Mitarbeitern. Hinzu kommen auch noch sechs Auszubildende ab September 2021“, so der Hoteldirektor. 75 Zimmer, darunter Junior-Suiten, kleine und große Doppel- und Einzelzimmer sowie eine eigene Pilger-Zimmer-Linie wird es geben. Probleme bei der Personalsuche habe Heimerdinger bisher noch keine. Derzeit würden fast täglich Bewerbungen ankommen.

Vivaplan Unternehmensgruppe ersteigert „Hotel zur Post“

Das „Hotel zur Post“ wurde von der Vivaplan Unternehmensgruppe aus Regensburg ersteigert. Geschäftsführer und Inhaber Thomas Weidlich ist gebürtiger Mühldorfer und in Waldkraiburg aufgewachsen. Daher kenne er wie Heimerdinger das Haus, die Geschichte und Altötting. Die Firma kommt eigentlich aus der Altenpflege und hatten viele Heime im Eigenbestand. Diese wurden jedoch verkauft und das Unternehmen konzertiert sich nun auf Projektentwicklung. Das erste Hotel-Projekt, das sie gekauft und zu einem 4-Sterne Haus umgebaut hatten, war das Hotel Centrale in Waldkraiburg, das allerdings verpachtet wurde.

Zusammen mit dem Geschäftsführer macht Heimerdinger seit März die komplette Bemusterung. Denn alle Räume werden komplett neu gestaltet – egal ob Hotelzimmer, Restauraunt, Konferenzräume oder Wellnessbereich. Bisher seien gut 70 Prozent ausgewählt. Für den Umbau, Projektleitung und Baumanagement ist Stefan Czesch von Vivaplan zuständig.

Veranstaltungen für jung und alt geplant

„Wenn man ländlicher aufgewachsen ist, ist die Großstadt eine Weile schön und gut. Aber wenn man es mag, kommt man auch wieder zu den Wurzeln zurück“, so Heimerdinger über einen der Gründe, warum er das Hotel in Altötting übernehmen wollte. Eigentlich wäre er für ein Projekt in Hamburg angedacht gewesen, doch nach der Zwangsversteigerung ging alles recht schnell.

„Ich glaube, hoffe und freue mich darauf, dass alle Leute neugierig sind – egal ob jung oder alt. Generell wird für jeden etwas dabei sein“, so Heimerdinger auf die Frage, ob das moderne Konzept zu den vielen Wallfahrer passe. Zusätzlich sind einige Veranstaltungen für viele Zielgruppen geplant: „Es wird Jazz- und Schlager-Abende geben, aber auch für das junge Publikum wird etwas geboten. Wir wollen alles abdecken und so könnte es beispielsweise auch einen Bingo-Nachmittag mit Kuchen geben.“ Die Vorfreude bei Heimerdinger ist auf jeden Fall schon riesig.

jz

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