Wegen Bund-Länder-Reform

Klinik: Landrat fürchtet hohe Mehrkosten

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Landrat Schneider fürchtet hohe Mehrkosten bei den Kliniken (Bild: Archiv)
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Altötting/Burghausen - Kommen auf den Landkreis bei den Kliniken noch höhere Kosten zu als bislang erwartet? "Es könnte viel schlimmer kommen", fürchtet Landrat Schneider.

Landrat Erwin Schneider hat sich auf der Versammlung des Kreisverbands des Bayerischen Gemeindetages in Unterneukirchen kritisch zur geplanten Bund-Länder-Reform geäußert. Unter Bezugnahme auf das erst kurz zuvor auf dem Bayerischen Landkreistag vorgestellte aktuelle Bund-Länder-Konzept deutete Schneider an, "dass es viel schlimmer kommt, als gedacht", berichtet der Alt-Neuöttinger Anzeiger. Wenn das Gesetz 2016 tatsächlich in Kraft trete, müsse der Landkreis "mit 700.000 bis 900.000 Euro Mehrkosten im Jahr" rechnen.

Zu wenige OPs durchgeführt? Dann gibt's kein Geld

Besonders kritisch sieht Schneider, dass die Reform auf "Qualität" abziele, was sich in "Stückzahlen an Operationen" ausdrücke. Der Landrat erklärte anhand eines fiktiven Beispiels, in dem eine bestimmte Operation 50 Mal gefordert ist: "Wenn wir nur 48 erreichen, bekommen wir für alle kein Geld", zitiert der Alt-Neuöttinger Anzeiger.

Die Kreiskliniken Altötting-Burghausen sind - wie alle Krankenhäuser - stark von der Bundesgesetzgebung abhängig. In den letzten Jahren hatte der Bund bereits den Druck auf kleine Häuser erhöht. Die Debatte über eine mögliche Schließung des Burghauser Standorts, die die Bürger in einem Bürgerentscheid letztlich ablehnten, war deshalb auch von der Frage dominiert worden, ob der Landkreis das kleine Burghauser Haus langfristig finanzieren kann und soll. Angesichts der nun drohenden Mehrkosten scheint ein tragfähiges Konzept für die beiden Klinikstandorte dringender denn je.

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