Prozess am Amtsgericht Altötting

Wirtin greift Sparverein in die Kasse

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Woche für Woche sparten die Mitglieder eines Sparvereins kleine Beträge - und vertrauten darauf, dass eine Wirtin aus dem Ort das Geld zur Bank bringt.
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Altötting - War die Versuchung zu groß? Über Monate soll sich eine Frau in der Kasse eines Sparvereins bedient und so knapp 30.000 Euro veruntreut haben.

Es waren kleine Beträge, die die Mitglieder eines Sparvereins aus dem Landkreis Altötting Woche für Woche anlegen wollten. Die Satzung verlangte von den Sparern, wöchentlich mindestens drei Euro in die Vereinskasse einzuzahlen. Peanuts zwar, doch bei knapp 50 Mitgliedern kamen so Woche für Woche teils hohe dreistellige Summen zusammen. Geld, das eigentlich auf ein Sparkonto bei der Raiffeisenbank eingezahlt werden sollte. Doch die dafür zuständige Dame soll das Geld dort nie abgeliefert haben - ein geschlagenes Jahr lang.

Unterschlagung in 46 Fällen

Bis Anfang 2013 betrieb die Frau eine Gaststätte im Landkreis Altötting. Dort stand die Kasse des Sparvereins, jeden Freitag wurde sie geleert - von der Wirtin und im Beisein zweier Vereinsmitglieder. Am darauffolgenden Montag sollte die Frau das Geld auf das Sparkonto einzahlen - freilich eigenständig und ohne Aufsicht. Die Wirtin aber soll sich nicht an die Vereinbarung gehalten und das Geld stattdessen für sich verwendet haben. Woche für Woche wuchs die Summe an, Ende 2012 soll die Wirtin auf diese Weise insgesamt 28.888 Euro für sich behalten haben.

Am Donnerstag, 24. Juli, muss sich die Frau am Amtsgericht Altötting verantworten. Ihr wird veruntreuende Unterschlagung in 46 Fällen zur Last gelegt. Das Gesetz sieht bei Unterschlagung eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.

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