Das sagt der Schulleiter

Widerspruch zu Corona-Hygieneplan? Kippbare Fenster an FOS/BOS Altötting

Das Schulgebäude der FOS Altötting, die wie die BOS zur Beruflichen Oberschule Inn-Salzach gehört.
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In vier Klassenzimmer der Beruflichen Oberschule Inn-Salzach in Altötting, hier die FOS, können die Fenster derzeit nur gekippt werden.

Altötting – An der Beruflichen Oberschule Inn-Salzach gibt es mehrere Klassenzimmer, in denen Fenster nur gekippt werden können. Wie passt das zum Hygieneplan für Bayerische Schulen, der eine Lüftung bei gekippten Fenstern als weitgehend wirkungslos bezeichnet? Innsalzach24.de hat mit dem Schulleiter Rudolf Geier gesprochen. 

Ein besorgter Leser wies uns auf die Tatsache hin, dass es an der Beruflichen Oberschule Inn-Salzach in Altötting einige Klassenzimmer gibt, in denen ein Stoßlüften mit geöffneten Fenstern, wie es der Hygieneplan für Bayerische Schulen vorsieht, nicht möglich ist, da diese nur gekippt werden können. „Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, weil durch sie kaum Luft ausgetauscht wird“, lautet die Vorgabe.


Nur kippbare Fenster an der FOS/BOS Altötting - Widerspruch zu Corona-Hygieneplan?

„Bekannt müsste die Tatsache sein. Die Klassenzimmer gibt es ja schon länger. Aber bisher ist nichts passiert“, so der Leser. Es gebe doch Regeln, an die sich auch Schulen halten müssen, besonders in den aktuellen Zeiten von Corona. Bis zu 28 Schüler sollen sich laut Angaben des Lesers in diesen Räumen aufhalten.


Schulleiter Rudolf Geier bestätigt gegenüber innsalzach24.de, dass es in der Tat vier Klassenzimmern an seiner Schule gibt, in denen die Fenster nur gekippt werden können. Und in den besagten Räumen könnte auch nicht gelüftet werden, wie es im Hygieneplan steht: „Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten (mindestens fünf Minuten) vorzunehmen, wenn möglich auch öfters während des Unterrichts.“

Schulleiter: „Ausreichender Luftaustausch durch längere Lüftungszeiten“

Der Schulleiter verweist allerdings auf einen Zusatz im Hygieneplan: „Ist eine solche Stoßlüftung oder Querlüftung nicht möglich, weil beispielsweise die Fenster nicht vollständig geöffnet werden können, muss durch längere Lüftungszeit und Öffnen von Türen ein ausreichender Luftaustausch ermöglicht werden.“

„Durch Dauerlüftung und Öffnen von Türen kann der Luftaustausch auch in solchen Räumen ermöglicht werden. In Absprache mit dem Sachaufwandsträger werden heute bereits zusätzliche Luftreinigungsgeräte in diese vier Klassenzimmer installiert“, berichtet Geier. Zudem sollen in einigen Wochen die Fenster in diesen Räumen ausgewechselt werden.

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