Neuer Passauer Bischof besucht die Wallfahrtsstadt

Altötting feiert seinen neuen Bischof

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Die Stadt Altötting hat Passaus künftigen Bischof Stefan Oster willkommen geheißen.
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Altötting - Seine erste Reise führte ihn in die Kreisstadt: In Altötting haben die Gläubigen den künftigen Passauer Bischof Stefan Oster willkommen geheißen.

"Als ich an das Bistum Passau dachte, war da als erstes die Freude über Altötting", sagte Pater Stefan Oster, künftiger Bischof der Diözese Passau, zu der auch der Landkreis Altötting gehört. "Für mich in meinem Glaubensleben und auch in meinem theologischen Nachdenken spielt die Mutter des Herrn eine große Rolle und sie ist ja auch für meinen Orden sehr wichtig", so Oster weiter. Die Marienverehrung ist ein zentrales Merkmal der Wallfahrtsstadt Altötting, in der Gnadenkapelle befindet sich das berühmte Gnadenbild der Schwarzen Madonna.

Großer Empfang für den neuen Bischof

Stefan Oster bei seinem Besuch in Altötting

Am Donnerstag, 10. April, führte Oster seine erste Reise durch das Bistum Passau gleich nach Altötting. Am Nachmittag wurde er von Diözesanadministrator Prälat Dr. Klaus Metzl, Dompropst Hans Striedl, Stiftspropst Prälat Günther Mandl, Kapell-Administrator Prälat Ludwig Limbrunner, Diözesanratsvorsitzender Wolfgang Beier, Altöttings Bürgermeister Herbert Hofauer, Landrat Erwin Schneider sowie freilich seinem Vorgänger an der Spitze des Bistums, Bischof emeritus Wilhelm Schraml, in Empfang genommen. Mit dabei waren neben zahlreichen Besuchern aus der Region auch Jugendverbände aus dem Bistum, die Kapellsingknaben, Ministranten und Maria-Ward-Schüler.

Um kurz nach 15 Uhr ging Osters Reise schon wieder weiter, denn auch in der Stadt Passau sollte ihm am Donnerstag noch ein großer Empfang bereitet werden.

Vom Redakteur zum Professor

Oster mit seinem Vorgänger, Bischof Emeritus Wilhelm Schraml

Der Salesianer Oster folgt dem emeritierten Bischof Wilhelm Schraml, der 2012 sein Rücktrittgesuch eingereicht hatte. Im September 2013 hatte sich Schraml, der bis dahin das Bistum übergangsweise als Apostolischer Administrator geleitet hatte, ganz in den Ruhestand zurückgezogen. Die Ernennung Osters zum neuen Bischof von Passau beendete eine vergleichsweise lange Sedisvakanz im Bistum.

Der 48-Jährige Oberpfälzer Oster ist gelernter Zeitungs- und Hörfunkredakteur und studierte Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaften, unter anderem in Oxford. 1995 schloss sich Oster den Salesianern Don Boscos an und trat in deren Noviziat ein. Zuletzt war Oster, ein Doktor der Philosophie, an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte tätig.

"Tiefe Botschaft vom meinem Namenspatron"

Wie Prälat Dr. Klaus Metzl bereits vor einigen Tagen erzählte, ist Oster der erste Passauer Bischof mit dem Vornamen Stefan. "Wir freuen uns sehr, dass unser Bischof als Namenspatron den Heiligen Stephanus führt, unter dessen Patrozinium auch unser Dom St. Stephan steht. Das ist eine sehr schöne Verbindung", so Metzl. Für Oster steht sein Namenspatron beispielhaft für Osters Herausforderungen als Bischof: "Es besteht ein tiefer innerer Zusammenhang zwischen der Bereitschaft, sein Leben für Christus hinzugeben, zu lieben und dann den Himmel offen zu sehen. Das ist für mich eine tiefe Botschaft, die von meinem Namenspatron kommt. Sie ist zum einen wunderschön, aber auch eine große Herausforderung", erzählte Oster unlängst auf der Internetseite des Bistums Passau.

Fotos von Stefan Osters Besuch in Altötting:

Pater Stefan Oster zu Besuch in Altötting

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