Sitzung des Tourismusverbandes im Altöttinger Landratsamt

Tourismusverband Inn-Salzach ruft zu Zusammenhalt auf

Der bisherige Mühldorfer Landrat Georg Huber(CSU) und andere scheidende Mitglieder durften sich über kleine Präsentkörbchen und Gutscheine für die Angebote des Tourismusverbandes freuen
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Der bisherige Mühldorfer Landrat Georg Huber(CSU) und andere scheidende Mitglieder durften sich über kleine Präsentkörbchen und Gutscheine für die Angebote des Tourismusverbandes freuen

Altötting - Auf der Aprilsitzung des Tourismusverbandes wurde bekannt, dass die Radfahrregion Inn-Salzach vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub(ADFC) zertifiziert wurde. Nach der Kommunalwahl scheiden einige Mitglieder aus und der designierte Mühldorfer Landrat Maximilian Heimerl(CSU) freut sich auf den baldigen Vorsitz.

Die Übernachtungszahlen in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sind praktisch auf null gefallen. Zwar gibt es einige Betriebe, die beruflich Reisende bewirten. Doch auf der Aprilsitzung des Tourismusverbandes der beiden Landkreise wurde auch klar, dass die Branche jetzt einen langen Atem braucht. Optimistischsten Schätzungen des Verbandes zufolge, könnte mit einer "Normalisierung der Geschäftszahlen" frühestens zum nächsten Osterfest gerechnet werden, wie Andrea Streiter erklärte. 


Mut macht der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes jedenfalls, dass zuletzt auch das Interesse der Bürger aus der Region selbst stark gestiegen ist: „Wir bekommen jetzt viele Anfragen über die Naherholungsmöglichkeiten und das Radwegenetz“, sagt Andrea Streiter.

In diesem Bereich hat der Verband in den letzten acht Jahren gut gearbeitet: die 1500 Kilometern an Radwegen in der Region wurden seit der Gründung zentral erfasst, zusammenhängend beschildert und informative Karten gedruckt, die zum Beispiel an zentralen Orten, an bebilderten Infotafeln zur Verfügung stehen. Außerdem hat man viele „Wegepaten“ gefunden, die sich darum kümmern, dass die Teilabschnitte beispielsweise auch nach Unwettern gut befahrbar bleiben. Ein positiver Nebeneffekt dieser touristischen Erschließung ist auch, dass das Rad dadurch sogar für Arbeitspendler wieder an Attraktivität gewinnt.


„Ich hoffe, dass wir jetzt dann auch aus dem Raum München mehr Kurzurlauber bekommen!“, sagte der scheidende Verbands- und Mühldorfer Landrat Georg Huber(CSU). Mit Blick auf den Ausbau der Bahnstrecke und die fertiggestellte A94 könne man sich als gute Alternative zu den üblichen Naherholungszielen der Münchner präsentieren. Rund 30.000 Besucher der Branchenmesse f.re.e in München interessierten sich jedenfalls Mitte Februar noch für die regionalen Angebote und nahmen einen Prospekt mit nach Hause. 

Auch wenn die Internationale Tourismusbörse(ITB) in Berlin in diesem Jahr ausfiel, auf der der deutsche Radfahrclub ADFC dem Verband feierlich eine Urkunde überreichen wollte, ist "Inn-Salzach" bereits jetzt offiziell als die erst sechste Radfahrregion in Deutschland zertifiziert. Für Touristen gibt es inzwischen 24 Thementouren, an denen sich viele Betriebe aus den 55 Gemeinden der beiden Landkreise beteiligen. Da gibt es Pauschalangebote, bei denen neben der Hotelbuchung beispielsweise auch der Verleih, die Reparatur oder Wartung von (E-)Bikes inklusive ist. 

Damit sich die Gäste voll auf das Radeln konzentrieren können, schnüren die Wirte morgens sogar Picknickpakete samt Trinkflaschen und die Kleidung kann über Nacht gewaschen werden. Bäder- oder Museenkarten sind da teils auch schon inklusive. "Die Paddelfahrten auf der Salzach könnten momentan aber nur mit einer Person stattfinden", gesteht Andrea Streiter.

Auch in der Region des Tourismusverbandes Inn-Salzach fallen viele Veranstaltungen wegen Pandemie-Beschränkungen aus. Intensiv wird an Alternativen gearbeitet: „Wir konnten praktisch alles in den Herbst oder ins nächste Jahr verschieben und die Karten bleiben weiter gültig“, konnte beispielsweise Verbandsrat Herbert Hofauer berichten. Indes nutzt der Verband frei gewordene Kapaziäten, um die Mitlieder in Sachen Digitalmarketing zu schulen.

„Wir veranstalten Webinare für die touristische Produktentwicklung“, erklärte Andrea Streiter. Dort erfahren die Mitgliedsbetriebe unter Anderem, wie man sich auf der Hotelbuchungsseite Holiday-Check, mit der eine Partnerschaft besteht, noch vorteilhafter darstellt.

Auch in der Region des Tourismusverbandes Inn-Salzach fallen viele Veranstaltungen wegen Pandemie-Beschränkungen aus. Intensiv wird an Alternativen gearbeitet: „Wir konnten praktisch alles in den Herbst oder ins nächste Jahr verschieben und die Karten bleiben weiter gültig“, konnte beispielsweise Verbandsrat Herbert Hofauer berichten. Indes nutzt der Verband frei gewordene Kapaziäten, um die Mitlieder in Sachen Digitalmarketing zu schulen. „Wir veranstalten Webinare für die touristische Produktentwicklung“, erklärte Andrea Streiter. Dort erfahren die Mitgliedsbetriebe unter Anderem, wie man sich auf der Hotelbuchungsseite Holiday-Check, mit der eine Partnerschaft besteht, noch vorteilhafter darstellt.

Da sich das Gremium infolge der Kommunalwahl künftig anders zusammensetzen wird, gab es für die Ausscheidenden auf der Sitzung in der vergangenen Woche im Altöttinger Landratsamt noch kleine Präsente. Besonderer Dank ging in diesem Zuge an den Mitbegründer des Verbandes, den bisherigen Mühldorfer Landrat Georg Huber. Sein Nachfolger Maximilian Heimerl(CSU) freut sich trotz der Krise schon darauf, den Verbandsvorsitz dann im Mai turnusmäßig zu übernehmen: „Das ist jetzt eine schwere Zeit für alle, aber wenn wir zusammenhalten, haben wir die besten Voraussetzungen“, erklärte der neue Mühldorfer Landrat im Gespräch. 

Die "Exitstrategie" des Verbandes sieht dabei vor, die Vorteile des ländlichen Tourismus mit den Outdooraktivitäten herauszustellen. Bei den weitläufigen Attraktionen, wie der Burghauser Burg, den historischen Stadtplätzen, individuellen Bootsfahrten auf Inn- und Salzach oder in den großen Altöttinger Kirchen, sollte dank gelockerter Ausgangsbestimmungen trotz der andauernden Pandemie ein schöner Familien- oder Kurzurlaub möglich sein.

Peter Becker

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